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Jubiläumsjahr 2022 Deutsches Spielkartenmuseum freut sich über großes Interesse am 5. Parcours

Rund 40 Gäste wurden Ende Oktober im Stadtmuseum Leinfelden-Echterdingen herzlich begrüßt. Die Leiterin des Deutschen Spielkartenmuseums, Dr. Annette Köger, und Bürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell freuten sich über die große Zahl der Interessenten, die sich zur fünften Matinee in diesem Jubiläumsjahr eingefunden hatten.

Drei Personen mit Spielkarten in der Hand
Foto: Bergmann

„Es spiegelt das große Interesse der Öffentlichkeit an der Sammlung des Deutschen Spielkartenmuseums und seiner vielfältigen Themen wider“, sagte Kalbfell.

Begrüßt wurden die Gäste ebenso freundlich von der Referentin Beatrice Bootz. Ihr Thema war die spanische Monarchie ab dem 15. Jahrhundert. Dargestellt auf dem Spielkartendeck „Baraja Asescoin“, wurden die Persönlichkeiten spanischer Herrscherhäuser charmant, liebevoll und amüsant karikiert. Beatrice Bootz führte in ihrem Vortrag bis zu den Wurzeln der spanischen Monarchie zurück. Zur Sicherung des spanischen Weltreiches verfolgten die Dynastien der spanischen Könige eine politisch genau geplante Heiratspolitik.

Bootz porträtierte die damaligen Schachzüge der Familien und deren politische Tricks, berichtete über die „Ticks“ der Monarchen, ihrer Frauen und Familienangehörigen und verzauberte die Zuhörer mit skurrilen Anekdoten und intimem Wissen. Mit ihren Berichten über sehr katholische Bindungen und Verpflichtungen sowie weltweite, oftmals viel zu enge Verwandtschaftsbeziehungen, anschaulich untermalt von den Darstellungen im Kartenspiel, brachte sie auch das Motto des Jubiläums auf den Punkt: „Schätze aus dem Deutschen Spielkartenmuseum tragen Kulturgeschichte ins Heute“.

Anlässlich des Jubiläums 2022 finden insgesamt sechs Parcours statt. Das Deutsche Spielkartenmuseum feiert sein 40-jähriges Bestehen unter Trägerschaft der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Seit 1982 befindet es sich in öffentlicher Hand. Die Sammlung gilt in Fachkreisen als Europas größtes Konvolut mit mehr als 30.000 Kartenspielen und Einzelkarten aus sieben Jahrhunderten und fünf Kontinenten. Sie ist historisch sehr wertvoll.

Zum finalen Parcours 6 lädt Dr. Annette Köger persönlich ein – Einweihung der Kartenstadt LE

Am Sonntag, 27. November 2022, zur Matinee um 11 Uhr wird das Schaudepot des Deutschen Spielkartenmuseums in der Schönbuchschule mit einer Ausstellung eröffnet. Diese zeigt das Engagement und die Errungenschaften des „Vereins zur Förderung des Deutschen Spielkartenmuseums e.V.“, der im Jahr 2023 ebenfalls sein 40-jähriges Bestehen feiert. Bürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell wird gemeinsam mit der Vereinsvorsitzenden Ellen Dongowski-Kelling die Ausstellung feierlich eröffnen. Parallel dazu findet in den Ausstellungsräumen die Einweihung der Kartenstadt LE statt.

Mit der Kartenstadt bekommt das Deutsche Spielkartenmuseum ab jetzt mehr Aufmerksamkeit, denn sie wird als Werbemedium in der Öffentlichkeit eingesetzt. Das imposante, begehbare Kartenhaus besteht aus vielen Informationstafeln. Mit anregend moderner Gestaltung und fachlichen Textinhalten kommunizieren sie die Vielfalt der Sammlung sowie ihre internationale Bedeutung als Kulturgut – an erster Stelle in den Bereichen Geschichte, Kunst und Gesellschaftspolitik. Nach zwei Jahren Bauzeit sind Besuche im Deutschen Spielkartenmuseum ab dem 27. November 2022 wieder möglich.

  • Besuche, auf Wunsch mit Führungen gegen Honorar, können individuell nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. 0711/75 60 120 vereinbart werden. Der Eintritt ist frei. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Dr. Annette Köger unter Tel. 0711/7560-120 oder per E-Mail: a.koeger@le-mail.de