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Der Kunstpreis „kunsthub“ wurde am Samstag, 13. März, vergeben Organisatoren versprechen „vielseitige Ausstellung“

Als am vergangenen Samstag, 13. März, zum ersten Mal der Kunstpreis „Kunsthub 2021“ verliehen wurde, lag hinter den Organisatoren eine ganze Menge Arbeit. Doch die hat sich zweifellos gelohnt. „Ich freue mich als Oberbürgermeister sehr auf diese neue und ungewöhnliche Art der Förderung von Kunst“, sagt Roland Klenk.

Vier Portraitfotos von Künstlern
Bei der Arbeit in der Galerie Altes Rathaus Musberg: Thora Gerstner, Francisco Wiborg Bamford, Jaeyun Moon und Suah Im (im Uhrzeigersinn). | Fotos: Bergmann

Das Kulturamt von LE ist daran beteiligt, genauso aber die Firma im MHZ Hachtel sowie der Kulturkreis LE – beide für ihn kompetente Partner. Mit diesem Projekt sei es gelungen, auch im Bereich der bildenden Kunst auf LE aufmerksam zu machen, ist er überzeugt. „Und das ist keine einfache Aufgabe am Rande einer Großstadt“, ergänzt Klenk. Der Oberbürgermeister ist optimistisch, dass dieser Preis einen guten Ruf weit über die Region hinaus bekommen wird. „LE ist ein guter Ort für Kunst“, betont er.

„Wir sehen mit großer Freude der Veranstaltung entgegen, hinter der sehr viel gemeinsame Arbeit steckt“, sagt Dorothea Wissmann-Steiner und dankt in diesem Zusammenhang allen Beteiligten. Der Name „kunsthub“ ist nach Worten der Leiterin des städtischen Kulturamts bewusst doppeldeutig gewählt. „Er steht in seiner deutschen Bedeutung dafür, etwas anzuheben. Im Englischen versteht man darunter einen Knotenpunkt, der dabei hilft, sein Ziel schnell zu erreichen“, erläutert sie die Namensgebung.

„MHZ Hachtel ist als seit 90 Jahren in der Kommune bestehendes Unternehmen der Sicht- und Sonnenschutzbranche dem Schönen eng verbunden“, erklärt Geschäftsführer Marcus Meyer seinen Beweggrund, beim „kunsthub 2021“ dabei zu sein. Der Firma, die ganz in der Nähe des Ausstellungsortes Galerie Altes Rathaus Musberg liegt, sei es ein großes Anliegen, die örtliche Kultur zu unterstützen. Er betont die Bedeutung der Nachhaltigkeit hinter dem Konzept, das allen Beteiligten als Plattform für eine Weiterentwicklung dienen soll.

Der Kulturkreis-Vorsitzende Dr. Wolfgang Hauger freut sich, im Jubiläumsjahr – der Kulturkreis besteht nun seit 40 Jahren – sehr gute und interessante Künstler mit eigener Handschrift nach Musberg geholt zu haben. „Das wird eine sehr vielseitige Ausstellung“, verspricht er.

Drei Personen stehen vor einen Museum und halten Plakat hoch
Haben mit viel Engagement den „kunsthub“ vorbereitet: Dorothea Wissmann-Steiner (Kulturamt LE), Marcus Meyer (MHZ Hachtel) und Dr. Wolfgang Hager (Kulturkreis LE). | Foto: Bergmann

Der Anspruch der Organisatoren, neue und gleichzeitig hochkarätige Kunst in die Stadt geholt zu haben, wird beim Blick auf die Namen der Vorschlagenden und der Jury deutlich (siehe rechte Seite). Bedingung für die Künstlerinnen und Künstler war, dass das abgeschlossene Kunststudium maximal fünf Jahre zurückliegen darf. Ziel ist es, talentierte Künstler zu identifizieren und gezielt zu fördern. Deshalb wird ein zweistufiges Auswahlverfahren, bestehend aus Vorschlagswesen und Jury, durchgeführt. Vier ausgewählte Experten aus dem Kunstbetrieb nominierten in einem ersten Schritt jeweils einen jungen Absolventen einer Kunsthochschule für den diesjährigen kunsthub-Kunstpreis.

Der zweite Schritt des Auswahlverfahrens ist die Prämierung des Kunstpreisträgers am heutigen Freitag durch eine Jury. Sieben Jurorinnen und Juroren – zusammengesetzt aus Fach- und Sachjury – wählen anhand der bereits aufgebauten Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Altes Rathaus Musberg und der vorab eingereichten Portfolios aus den vier nominierten Künstlerinnen und Künstler den Preisträger aus – angesichts der beeindruckenden Qualität der Bewerbungen eine sehr schwierige Aufgabe. Denn immerhin winkt am Ende für den Sieger oder die Siegerin ein stattliches Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro das je zur Hälfte von der Stadt und MHZ Hachtel kommt.

Der Kunstpreis ist zudem verbunden mit einer Einzelausstellung des Preisträgers in der Galerie Altes Rathaus Musberg im Jahr 2022. Außerdem erhält der Gewinner die Möglichkeit zur Teilnahme an der Artothek des Kulturamtes LE (Bilderbank Leinfelden-Echterdingen) im Folgejahr.

Die Bekanntgabe der Gewinnerin Suah Im erfolgte wegen der Corona-Pandemie am 13. März in einem aus der Filderhalle übertragenen Livestream. Die Gemeinschaftsausstellung der Nominierten in der Galerie Altes Rathaus wird ins Internet übertragen und ist vom 13. März bis zum 17. April 2021 als virtueller Rundgang zu besichtigen. Die aktuelle Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten erlaubt zudem den realen Besuch der Ausstellung. Dafür muss man sich anmelden, auch darf nur ein Besucher zeitgleich die Galerie Altes Rathaus (siehe blaue Infox unten).

Kunst kommt ins Wohnzimmer

  • Am Samstag, 13. März, feierte der „kunsthub 2021“ Premiere. Der Livestream aus der Filderhalle vom 13. März kann unter www.kunsthub.de/preisverleihung nachträglich angeschaut werden.
  • Moderator ist Lars Reichow, auch OB Klenk wird bei der interessanten Veranstaltung dabei sein. Die vier Künstlerinnen und Künstler sind samt Videoeinblendungen zu sehen.
  • Möglich ist in den kommenden Wochen auch ein virtueller Rundgang durch die Ausstellung. Zurzeit erlauben die Inzidenzzahlen, dass die Ausstellung in der Galerie Altes Rathaus Musberg an der Filderstraße 44 besucht werden kann. Zugelassen ist immer eine Person. Termine können unter Telefon 754 54 80 oder per E-Mail info@kulturkreis-le.de vereinbart werden.