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Mit viel Engagement: Musikschulunterricht trotz Corona-Pandemie Wolfram Rieder: „Wir ziehen alle an einem Strang“

Es sind keine einfachen Wochen für Bildung, Kunst und Kultur. Ausstellungen fallen genauso aus wie der Unterricht. Wobei – das stimmt so nicht.

Mädchen spielt Geige
Fort: Bergmann

Neben der VHS ist auch die Musikschule von Leinfelden-Echterdingen ein Beispiel dafür, wie man mit viel Engagement auch während der aktuellen Pandemie und den deshalb verhängten Einschränkungen dem Musik-Nachwuchs die Flöten- und andere Töne beibringen kann.

Und das liegt daran, wie man mit der Corona-Krise umgeht. „Die Lehrkräfte haben oft sehr schnell und flexibel reagiert“, sagt mWolfram Rieder und freut sich, dass auch während der Pandemie das Unterrichtsangebot auch dank der Digitalisierung weitgehend aufrechterhalten werden konnte, nur ein Teil abgesagt werden musste. Der stellvertretende Musikschulleiter ist sichtlich stolz auf sein Team und lobt dessen Kreativität.

„Manche Dozenten haben ihre Privaträume und ihre eigene Ausrüstung zur Verfügung gestellt, um unterrichten zu können“, sagt der Musiker. Und das oft auch online aus dem eigenen Arbeits- oder Wohnzimmer. So wurden CDs produziert, „auch die Hausmusik scheint in diesen Wochen wieder stärker zu kommen“, hat Rieder festgestellt. So mancher Musikschüler würde mehr üben als vorher, freut er sich.

„Wir sind bisher gut durch die Pandemie gekommen“, sagt Rieder und betont, dass stets das strenge Hygienekonzept der Musikschule eingehalten werden konnte. „Wir ziehen alle an einem Strang“, sagt der Musiker und freut sich auch über den Rückhalt, den man von den meisten Eltern bekomme.

Und auch Schulen, Kirchen und andere Institutionen unterstützten die Musikschule, stellten Räume zur Verfügung, in denen die Hygieneregelungen eingehalten werden konnten. „Daran merken wir, dass die Musikschule tief in der Stadt verwurzelt ist“, sagt Rieder dankbar.