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Feurige Arbeit von Isabell Munck hängt nun im Foyer des Rathauses Leinfelden 50 Aufnahmen, ein Bild: „Grenzlinie 1“ fasziniert OB Klenk

Ein neues Kunstwerk ziert den ersten Stock des Rathauses Leinfelden. Darauf lodern Flammen aus einem grauen, fein strukturierten Hintergrund. Hinter der Arbeit steckt die Künstlerin Isabell Munck, die seit dem vergangenen Jahr in Musberg wohnt und sich „richtig wohlfühlt in LE“, wie sie sagt.

OB Klenk mit der Künstlerin Isabell Munck im Rathaus Leinfleden
Isabell Munck will den Betrachter zu eigenen Gedanken über über ihre Bildkomposition inspirieren. OB Roland Klenk kam dabei ein Mahler-Zitat in den Sinn. | Foto: Bergmann

Oberbürgermeister Roland Klenk war bei einer Ausstellung im Alten Rathaus in Musberg auf die gebürtige Stuttgarterin aufmerksam geworden und hatte die Künstlerin anschließend in ihrem Atelier besucht. „Ich war spontan sehr beeindruckt von ihrem Werk“, so der Oberbürgermeister.

„Grenzlinie 1“ hat die studierte Diplom- Designerin ihr Werk genannt, das nun im Rathaus zu sehen ist. Und auf den ersten Blick ist kaum zu erkennen, wie viel Arbeit darin steckt. Zuerst wurden unterschiedlich geformte Materialien mittels eines Bunsenbrenners und flüssiger Brennstoffe entzündet.

Dann wurde das auf einer Stahlplatte entfachte Feuer digital abfotografiert und die einzelnen Bilder anschließend am Computer zu einer Gesamtkomposition zusammengesetzt. „Insgesamt rund 50 Einzelaufnahmen sind in dieser Arbeit vereinigt“, schildert Munck ihre Vorgehensweise.

Und das nicht zufällig, „alles ist so komponiert und inszeniert“, ergänzt sie. Mit dem Titel will Munck, für die Feuer nicht nur Zerstörung, sondern auch Nährstoff ist, dem Betrachter nur leichte Hinweise geben, die Assoziationen solle man sich selbst schaffen. Für die „Grenzlinie 1“ habe er sich gleich das Rathausfoyer als guten Platz vorgestellt, so der Oberbürgermeister, der ein passendes Zitat von Gustav Mahler zum Thema dieser Arbeit parat hat:

„Tradition ist nicht die Anbetung der Asche,
sondern die Weitergabe des Feuers.“