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Die Kursnachfrage ist groß – der Volkshochschule fehlen Räume Gesundheit und Genuss liegen im Trend

Die Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen ist auf Erfolgskurs. Das zweimal jährlich erscheinende Semesterprogramm bietet ein vielfältiges Veranstaltungsangebot mit über 300 Kursen, Vorträgen, Studienreisen und Ausstellungen. In jedem Semester widmet sich die VHS zudem in einem wechselnden Veranstaltungsschwerpunkt einem besonderen Schwerpunktthema.

Foto: Bergmann

Das Zukunftskonzept 2016-2020 wird kontinuierlich weitergeführt. Die VHS sieht sich auf dem Weg zu einem Familienbildungszentrum, das mit Mutter-Baby-Fitnesskursen beginnt und bis hin zur Medienkompetenz für Senioren reicht.

Ausgebaut wird erfolgreich der Gesundheitsbereich: Ob Bewegung oder Entschleunigung, Burnout-Prävention oder Rückenfit, bis hin zum genussvollen Essen mit „Törtchentour“ und Yoga 60+ – dieser Schwerpunkt liegt im Trend. Dazu politische Bildung und berufliche Weiterbildung, Kultur Club und kreatives Gestalten – die Kursangebote bieten ein breites Feld für nahezu alle Altersgruppen, um sich für Schule oder Beruf, Hobby und Freizeit fit zu machen.

Sprachkurse und Rechtsstaatsunterricht findet für Flüchtinge statt, und die Nachfrage nach Integrationskursen ist unvermindert groß.  Der Kostendeckungsgrad der VHS lag 2018, im Jahr ihres 40. Bestehens, denn auch bei 95 Prozent. 72.660 Euro betrug der Zuschussbedarf. Die Überlegungen von 2015, als eine Zusammenlegung mit benachbarten Volkshochschulen im Raum stand, ist vom Tisch.

An seine Grenzen stößt das Bildungsinstitut nur durch fehlende Räumlichkeiten. 64 Kursräume in 26 Gebäuden, zersplittert in vier Stadtteilen,  sind es derzeit. „Die Raumsituation ist nach wie vor schwierig“, sagte VHS-Leiterin Ilse Winkler bei der Präsention des Jahresberichts 2018 im Gemeinderat, dessen Fraktionssprecher nicht mit Lob für die gute Arbeit des VHS-Teams sparten.

Vor allem vormittags mangelt es an Kursräumen. Hinzu kommt, dass die Ausstattung mit WLAN, Beamer oder Whiteboard insbesonders in den Schulen nicht gegeben sei, so Winkler. Und wenn die Räume im Rathaus Musberg aufgegeben werden müssen, wo 20 Prozent aller Unterrichtsstunden stattfinden, wird es noch enger werden, betonte die VHS-Chefin.