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Künstlerinnen der Stadt stellen sich vor

Künstlerinnen aus Leinfelden-Echterdingen präsentieren vom 3. bis 25. August Malerei, Fotokunst und Kleinplastiken in einer gemeinsamen Ausstellung, initiiert und organisiert vom Kulturamt in Kooperation mit dem Kulturkreis LE und mit Unterstützung der Bürgerstiftung LE.

Unterschriften von Künsterlinnen aus LE

Vernissage ist am Samstag, 3.8., 17 Uhr in der Galerie Altes Rathaus Musberg. Zur Einführung spricht Stefanie Reuter vom Kulturamt.

Margarete Baur

Fotos: Bergmann

Malerei, Objekte, Collagen, Buch-Umschläge, auch unkonventionelles Material. Freie Abstraktionen; expressiv, impulsiv in subtiler Farbigkeit. Sie akzentuieren den freien kreativen Ausdruck der eigenen inneren Natur. Ausstellungen im In- und Ausland, Mitglied im Württ. Kunstverein, Künstler der Filder, Kunstverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Ankäufe: Museen, Kommunen, Galerien, Firmen, Banken, Kirchen, Privat.

Birgit Blessing

Birgit Blessing, geboren in Stuttgart, ist freischaffende Malerin und Bildhauerin. Nach einem Studium der Germanistik, Geografie und Kunstgeschichte und Promotion ist sie auch freie Journalistin, Buchautorin und Yoga-Lehrerin. Ab Mitte der 90er Jahre begann ihr künstlerischer Weg mit einer vielseitigen Ausbildung im Bereich Bildhauerei durch HWP Diedenhofen. Dies führte zu skulpturalen Arbeiten in Holz, Marmor, Alabaster, Speckstein und Ton, die alle Spielarten von gegenständlich bis abstrakt umfassen. Später kam eine vielgestaltete Malerei dazu, wobei der Schwerpunkt auf der Ölmalerei und ganz besonders im Aktzeichnen liegt.

Heute dominiert die Bildhauerei in Stein und Ton. Die Steine, meist schwebend auf einen Stahlstift montiert, gewinnen so an Leichtigkeit und Eleganz, lassen durch eine kleine Drehung immer wieder neue Ansichten entstehen, verändern ihre Körperlichkeit und werden so immer wieder neu und anders erlebbar. Das durch die intensive Beschäftigung mit Aktzeichnen gewonnene Interesse am Thema Mensch findet Eingang in ihre keramischen Arbeiten, ihre „Aktskizzen in Ton“, kleine, sehr lebendige „Ton-Mädels“ in allen nur denkbaren Haltungen.

Marianne Brodbeck

Marianne Brodbeck ist in Stuttgart geboren und von Beruf Textildesignerin. Seit Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit der Malerei bei verschiedenen Künstlern. Nach ihrem Kunststudium an der Freien Kunstschule in Stuttgart folgen mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen. Bei ihrer Arbeit geht es der Künstlerin vorzugsweise um die Form, die Farbe und die Fläche. Farb-
überlagerungen werden teils durch mit Tusche überzeichnete Linien präzisiert und geben der Arbeit meist eine graphische Note.

Christine Euchner

Christine Euchner wurde 1965 geboren und ist aufgewachsen in Karlsruhe. Nach zwei medizinischen Ausbildungen studierte sie Kunsttherapie am Institut für Humanistische Kunsttherapie in Zürich bei Bettina Egger und Jörg Merz. Der Ausdruck mit künstlerischen Mitteln ist schon seit ihrer Kindheit ein Teil von ihr. Sie schreibt über ihre Arbeit: ,,Unsere Worte allein sind nicht unsere Sprache. Die nonverbalen Möglichkeiten vergessen wir leider viel zu häufig. So kam ich von dem was mir selbst Kraft und Halt gibt, der Malerei, zu meiner Arbeit als Kunsttherapeutin. Einige Menschen schreiben Tagebuch. Ich male und lasse meine Gedanken in Form eigener Texte als Botschaft im Bild sichtbar werden.‘‘

Ihr Werkstoff ist Papier, welches mit unterschiedlichen Oberflächen und Texturen, immer gerissen, in Schichten auf verschiedene Untergründe gebracht wird. Verbindendes ist Kleister, Leim und Acrylfarbe. Gestalterische Elemente sind der Druck und der Stift. Jedes Werk besitzt Texte der Künstlerin. ,,Für mich ist mein Atelier ein Ort der Stille, ein Raum, der den Unruhen des Tages entgegenwirkt. Gleichzeitig ist es ein Ort der Begegnung und des Austausches – mit mir und mit den Menschen die zu mir kommen.‘‘

Monika Kronenbitter

Monika Kronenbitter, Jahrgang 1957, arbeitet seit mehr als 35 Jahren als freischaffende Künstlerin, vorwiegend mit Acryl auf Leinwand und vielen verschiedenen Materialen wie Sand, Spachtelmasse, Draht oder Seidenpapier. Ihre expressiven, abstrahierten Bilder sind sowohl figurativ als auch informell. Mithilfe unterschiedlicher Techniken gelingt es ihr, Abstraktes mit detailverliebtem Gegenständlichen zu vermischen, so dass letztendlich Werke entstehen, in denen sich Ausgewogenheit und Harmonie widerspiegeln.

Durch ihr breites Spektrum an Interessen entstanden eine Vielfalt von Gemälden, die Alltägliches oder Politisches zum Thema haben. Bilder, die zum Nachdenken anregen, aber auch Gemälde, die die Künstlerin nur der Ästhetik verpflichtet sieht. Der Betrachter soll sich durch Form und Farbe angesprochen fühlen, sich am Bild erfreuen, ohne ständig zu versuchen, den Sinn zu ergründen.

Isabell Munck

Isabell Muncks fotografische Bildwelten bewegen sich zwischen Realität und Fiktion. Jedes ihrer Bilder besteht aus ca. 30 bis 50 Einzelfotografien. In einem aufwändigen digitalen Arbeitsprozess fügt sie die Arbeiten zu einer Gesamtkomposition zusammen und schafft eine Art „Hyperrealität“. Oft entstehen Blickwinkel, wie sie das menschliche Auge nicht sehen kann. Auch sind die Dimensionen des Dargestellten unklar, die Arbeiten wirken bewusst monumental. Im Bildgedächtnis des Betrachters werden unterschiedliche Assoziationen geweckt, jedoch entziehen sich die Bilder sofort wieder einer eindeutigen Bestimmung. Die Titel deuten das Metaphorische an. Es geht ihr um die Ästhetik, das Archaische in der Natur, um erweiterte Wahrnehmung.

Isabell Munck wurde 1964 in Stuttgart geboren. 1991 beendete sie ihr Studium des Grafik-Design und der Fotografie an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart als Diplom-Designerin. Sie ist selbstständig in den Bereichen Kunstfotografie und auch angewandte Fotografie und Grafik-Design für Mittelständische Unternehmen und Institutionen. Sie hat ihr Atelier im gleichen Haus wie die für ihre Produktfotografie seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannte Fotografin Hansi Müller-Schorp.

Inge Sobotta

Inge Sobotta malt, zeichnet und aquarelliert seit ihrer Jugend. Sie begann schon vor 40 Jahren mit einer parallel zu ihrem Beruf begleitenden Weiterbildung ihr künstlerisches Schaffen. Ab 1980 nahm sie an zahlreichen Kursen und Seminaren teil, u. a. an der Freien Kunstschule Filderstadt, dem Studiengang Bildende Kunst an der VHS, und sie partizipierte viele Jahre lang von Aquarellkursen und privatem Unterricht durch den Stuttgarter Künstler Hans Köhler.

Ihr feines Gespür für die Stärke des Minimalismus sowie das genaue Hinschauen an die Objekte erlauben ihr, die Motive auf das Wesentliche zu reduzieren. Inge Sobotta experimentiert neugierig mit klassischen Drucktechniken und realisiert im Ergebnis Linolschnitt und Siebdruck als moderne Druckserien. Seit 2002 ist sie Mitglied im Atelierhaus der Kunstschule Filderstadt-Plattenhardt. „Dort experimentiere ich mit verschiedenen Materialien und Techniken. Dabei erlebe ich immer wieder interessante Überraschungen. Das ist für mich das Schönste an meinem kreativen Schaffen“.

Birgit Thines

Ausgangspunkt ihrer Bilder ist die Farbkombination, welche experimentell und pastös direkt auf die Leinwand aufgetragen wird. Dabei kommen Spachtel, Folien, Kämme, Pinsel, Malerrollen u. v. m. zum Einsatz. Oftmals werden Naturmaterialien wie Sande, Holzspäne und Papiere während dieses Prozesses eingearbeitet und es finden Schätzungen statt. Durch diese Arbeitsweise entstehen zufällige Linien und Flächen. Erst jetzt wird planend und sinngebend in die Entwicklung des Bildes eingegriffen, indem durch eine Assoziation, die durch eben diese Linie oder Fläche hervorgerufen wird, ein Thema entwickelt wird.

Es entstehen ,,innere Bilder“, oft mit figurativen Elementen, die inhaltlich in Bezug zu erlebten oder bekannten Situationen stehen. ,,Innere Bilder“, wie sie durch Erfahrungen und Gelebtes jeder Mensch in sich trägt. Die Bedeutung entsteht im Auge des Betrachters. Die in Bad Pyrmont geborene Künstlerin ist seit 1984 im Raum Stuttgart zuhause. Seit 2008 setzt sie sich intensiv mit der Malerei bei namhaften Dozenten in der Fabrik am See, Schloss Kißlegg und an der Freien Kunstakademie Gerlingen auseinander. Die Schwerpunkte sind Acrylmalerei, Aktmalerei, Druck, Monotypie und Holzschnitt. Seit 2016 ist die Künstlerin als Dozentin für Acrylmalerei tätig.

Haylor Vogt

Haylor Vogt arbeitet hauptsächlich mit Öl- und Acrylfarben auf Leinwand in ihrem Atelier oder im Freien. Das Studium der Malerei erfolgte ab 1984 an der Kunstakademie in Esslingen, auch der altmeisterlichen Technik. Danach studierte sie über mehrere Jahre an der „Europäischen Akademie für Bildende Kunst“ in Trier und besuchte Seminare beim „Verband Bildender Künstler BW“ in Stuttgart. 15 Jahre war Vogt Dozentin an der Kunstakademie in Esslingen. Bis heute unterrichtet sie in ihrem Atelier in Echterdingen.

  • Ausstellung vom 3. bis 25. August
    Galerie Altes Rathaus Musberg
    Filderstraße 44
    70771 Leinfelden-Echterdingen (Musberg)