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Wohngemeinschaft einmal anders Mit sozialem Engagement Miete sparen

Immer mehr ältere Menschen leben alleine – oftmals in Wohnungen, die nach dem Auszug der Kinder und dem Tod des Partners oder der Partnerin für sie zu groß geworden sind. 

Wohngemeinschaft einmal anders
Foto: W PRODUCTION/Adobe Stock

Viele möchten in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben und haben den Wunsch nach Unterstützung und kleinen Hilfen im Alltag. Und es gibt viele Studierende und Auszubildende, die dringend bezahlbaren Wohnraum suchen und gerne bereit wären, älteren Menschen zu helfen. Genau hier setzt das gemeinsame Projekt „Wohnen mit Hilfe“ der Landeshauptstadt Stuttgart und des Studierendenwerkes Tübingen-Hohenheim an, das generationsübergreifende Wohnpartnerschaft vermittelt.

 Das Angebot „Wohnen mit Hilfe“ richtet sich an ältere Menschen, die freien Wohnraum (zum Beispiel ein Zimmer) in ihrer Wohnung oder in ihrem Haus haben und diesen Studierenden oder Auszubildenden gegen Hilfeleistung zur Verfügung stellen möchten. Die jungen Menschen verpflichten sich im Gegenzug zu fest vereinbarter, regelmäßiger Mithilfe wie Hilfen im Haus und im Garten, Einkaufen, Versorgung von Tieren, Gesellschaft leisten oder Ähnliches. Pflegeleistungen jeglicher Art sind ausgeschlossen.

Der Wohnraumnehmer erwirbt für eine Stunde Hilfe im Monat Anspruch auf einen Quadratmeter Wohnraum. Werden beispielsweise ein 20 Quadratmeter großes Zimmer angeboten und 15 Stunden Unterstützung im Monat geleistet, fallen noch für fünf Quadratmeter Miete zuzüglich der anteiligen Nebenkosten an. 

Zwischen den Wohnpartnern wird ein Mietvertrag abgeschlossen, der um eine Vereinbarung über die Hilfeleistungen ergänzt wird. „Wohnen mit Hilfe“ ist eine Win-Win-Situation, in der beide Generationen profitieren. Das Projekt verbindet günstiges Wohnen für Auszubildende und Studierende mit der Alltagshilfe für Seniorinnen und Senioren.

Um dieses Angebot auch für Menschen in Leinfelden-Echterdingen besser zugänglich zu machen, geht der Pflegestützpunkt der Stadt Leinfelden-Echterdingen eine Kooperation mit der Fachstelle Wohnformen im Alter des Bürgerservice Leben im Alter der Landeshauptstadt Stuttgart ein. 

Künftig können sich interessierte Seniorinnen und Senioren und auch Studierende oder Auszubildende beim Pflegestützpunkt melden, der über das Projekt informiert, die Fragebögen aushändigt und den Kontakt zur Fachstelle der Stadt Stuttgart herstellt. Wenn Sie freien Wohnraum haben, kleine Hilfen im Alltag benötigen und offen für junge Menschen sind, dann melden Sie sich gerne beim Pflegestützpunkt der Stadtverwaltung Leinfelden-Echterdingen.

Sabine Schmitz und Nadja Hefele Telefon: 0711/1600-251/-229 E-Mail: pflegestuetzpunkt@le-mail.de