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Stadtseniorenrat kümmert sich um Prävention Tipps gegen Einbrecher und Betrüger

Wie man sich vor Einbrechern oder Taschendieben schützt, darüber haben jüngst auf dem Leinfelder Wochenmarkt Beamte der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Reutlingen auf Initiative des Stadtseniorenrats aufgeklärt.

Tipps gegen Einbrecher und Betrüger

„Eine Frau wollte wissen, wie sie ihre Terrasse und die Fenster sichern könne. Wir haben ihr vorgeschlagen, zu ihr zu kommen, um uns ein Bild machen und ihr dann zu raten, was sie tun kann. Diesen Service gibt es kostenlos“, sagte der Polizei- Oberkommissar Markus Müller. Wichtig beim Schutz gegen Einbrecher seien mechanische Sicherungen an Fenstern und Türen, nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch auf dem Balkon, auf den die Diebe bisweilen hinaufklettern. 

„Zum Sichern der Fenster und Türen gibt es zum Beispiel die Beschlagsnachrüstung oder Dinge, die von Innen aufgeschraubt werden“, sagte Markus Müller. Damit könne man den Täter am raschen Eindringen in die Wohnung hindern und „auf jeden Fall drei bis fünf Minuten Zeit gewinnen, sodass dem Täter das Risiko, entdeckt zu werden, zu groß wird.“ Der Klassiker bei Einbrüchen. so der Beamte, sei das Aufhebeln von Türen und Fenstern: 

„Oft werfen die Täter auch auf Höhe des Fenstergriffs einen Stein ins Innere, um den Griff zu öffnen. Wichtig sind deshalb gute Fensterbeschläge und abschließbare Griffe. Auf ein Standardfenster nur einen abschließbaren Griff zu montieren, bringt in der Regel nicht viel, weil die Täter aufhebeln.“ Schutz vor Taschendieben sei ebenfalls ein Thema. Sie seien oft in Discountern unterwegs und wählen ihr Opfer schon draußen aus, wenn es mit dem Chip den Einkaufswagen hole, begleiteten es ins Geschäft und warteten auf eine günstige Gelegenheit. 

„Oft lassen Kunden den Einkaufskorb mit dem Geldbeutel im Einkaufswagen stehen, und wenn sie auf ein Angebot schauen, passiert es dann. Deshalb sollte man die Handtasche mit dem Geldbeutel verschlossen mit dem Riemen über die Schulter tragen“, sagte Markus Müller. Wer sich daheim kostenlos von Experten der Polizei über Einbruchschutz beraten lassen will, der kann mit den Beamten unter der Telefonnummer 07121/942-1215 einem Termin vereinbaren.

Sicherheit am Telefon und im Internet

Auf Einladung des Stadtseniorenrats in Kooperation mit der PC-Hilfe war kürzlich Marcus Holder von der Präventionsabteilung des Polizeipräsidiums Reutlingen zu Gast in der Zehntscheuer und klärte die Besucherinnen und Besucher über die aktuellen Maschen von Betrügern auf. 

Dazu gehören am Telefon falsche Gewinnversprechen und der Enkeltrick. „Seien Sie immer vorsichtig, empfahl der Beamte. Angebliche Verwandte könne man dadurch entlarven, dass bewusst falsche Namen genannt werden. „Wenn der Anrufer sich darauf bezieht, weiß man, dass ein Betrüger am anderen Ende der Leitung ist. Schockanrufe, bei denen Geld für Medikamente für einen nahen Verwandten verlangt werden, würden zudem vermehrt festgestellt. 

Und dass sich ein Anrufer als Polizist ausgebe und Schmuck und Bargeld in Sicherheit bringen wolle, sei ebenfalls nicht selten. „Seien Sie in solchen Fällen grundsätzlich misstrauisch und gehen Sie nicht auf solche Angebote ein, informieren Sie die Polizei“, so Holders Empfehlung. „Dem Internet kann sich heute niemand mehr entziehen, aber es gibt auch Gefahren“, sagte Präventionsbeamte. 

Dazu gehören Dreiecksgeschäfte bei Käufen im Internet. Sein Tipp: Vor dem Kauf den Anbieter googeln und höchste Vorsicht bei Versand aus dem Ausland! Im Allgemeinen wird man in solchen Fällen wegen fehlender Strafverfolgung auf dem Schaden sitzen bleiben. Auch Betrug durch ungedeckte Schecks werde immer wieder festgestellt. Viel Geld könne man auch durch Pishing verlieren, indem man die Bankzugangsdaten verrät oder sich Schadsoftware auf den PC holt. „Auf solche Anfragen sollte man erst gar nicht antworten und die Mails löschen“, so Holder.