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Athleten aus Musberg waren in Tokyo dabei Die Stadt ehrt ihre drei Olympioniken

Leinfelden-Echterdingens Kraftquelle liegt im Stadtteil Musberg. Gleich drei Athleten, die dort ihre sportliche Laufbahn begonnen hatten, haben jüngst an den Olympischen Spielen in Tokyo teilgenommen: der Ringer Frank Stäbler, der Weitspringer Fabian Heinle und der Diskuswerfer David Wrobel.

OB Klenk zusammen mit drei Olympiateilnehmern aus LE
OB ehrt im Namen der Stadt die Olympiateilnehmer Fabian Heinle, Frank Stäbler und David Wrobel im Bürgersaal Musberg. | Foto: Bergmann

Die Stadt hat ihre Olympioniken am vergangenen Freitag im Bürgersaal Musberg mit einem Empfang geehrt. Mit dabei: Oberbürgermeister Roland Klenk, der Erste Bürgermeister Benjamin Dihm, der Sportbürgermeister Carl-Gustav Kalbfell, die Vorsitzenden der Gemeinderatsfratkionen, Freunde, Verwandte und Trainer der Geehrten.

Klenk würdigte die Olympioniken als „drei Sportskanonen, deren familiäre und sportliche Wurzeln in unserer Stadt und ganz besonders im Stadtteil Musberg liegen.“ Sie hätten zuerst das sportliche Rüstzeug im TSV Musberg erhalten, danach seien ihre Wege auseinandergegangen: „Die Wege aller drei waren geprägt von großen Erfolgen und hervorragenden Platzierungen bei Turnieren in Deutschland und auf der ganzen Welt und ihre Wege haben sich in diesem Jahr in Tokyo bei den Olympischen Spielen wieder zusammengeführt.“

An Frank Stäbler gewandt, sagte das Stadtoberhaupt: „Die Bronzemedaille in Tokyo ist vielleicht Ihr wertvollster sportlicher Erfolg. Auch Sie sind nicht frei gewesen von den Schattenseiten des Sports: Vor den Spielen haben Sie sich das Corona-Virus eingefangen, und dies hat Sie lange daran gehindert, zur alten Leistungsfähigkeit zurückzukommen.“ Eine Schultereckgelenksprengung sei für Stäbler als weitere Hürde dazugekommen: „Ich bin voll Bewunderung dafür, wie er alles weggesteckt hat. Neun von zehn Athleten hätten aufgegeben, aber da kennen sie Frank Stäbler schlecht.“

Drei Olympiateilnehmer aus Musberg
Von links: David Wrobel, Fabian Heinle und Frank Stäbler | Fotos: Bergmann

Die anderen Musberger Athleten“, sagte der OB, „hat es während den Spielen erwischt. Fabian Heinle habe sich qualifiziert und sei „wenigstens ins Finale gekommen, aber weit unter seiner normalen Leistung geblieben.“ David Wrobel habe sich qualifiziert, „dann hatte er das Pech mit dem Ellbogen gehabt.“ Er wünsche beiden, dass sie ihr Pech wegsteckten und in der Zukunft noch um die eine oder andere Medaille kämpfen. Frank Stäbler, sagte Klenk, habe sich zum Sportpensionär erklärt, aber noch nicht ganz, er sei jetzt gewissermaßen eine zeitlang in der Bundesliga „in Altersteilzeit.“

Im persönlichen Gespräch nach der Rede des OB sagte Stäbler: „Wenn ich jetzt von 100 auf Null ginge, dann würde mein Körper auseinanderbrechen. Das Ringen in der Bundesliga brauche ich auch, um abzutrainieren.“ Zu seiner beruflichen Zukunft sagte er: „Ich habe die Karriere nach der Karriere gut vorbereitet, deshalb fällt mir der Absprung leichter.“ Beim Projekt Be Ready des Kultusministeriums gehe er in Brennpunktschulen, um Jugendliche zu motivieren.

Alle drei Athleten betonten in ihren kurzen Dankesreden, dass es etwas Besonderes sei, wenn gleich drei Sportler aus einem 1.000-Seelendorf an Olympischen Spielen teilnähmen. Fabian Henle und David Wrobel versicherten, sie würden sich nun auf Wettbewerbe und auf die Olympischen Spiele in Paris vorbereiten.