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Spanische Fachkräfte sollen in Kitas arbeiten Neue Wege: Hilfe aus Südeuropa

Das Personal in den Kindertagesstätten ist nicht nur in Leinfelden-Echterdingen knapp. Jedes Jahr sind durchschnittlich zwischen sechs und zehn Stellen nicht besetzt. Besserung ist kaum in Sicht – im Gegenteil. 

Erzieherin mit Kindern
Foto: ©liderina - stock.adobe.com

Wenn es darum geht, den Rechtsanspruch zu erfüllen, wird dies zukünftig nicht mehr an fehlenden Räumen, sondern am Mangel an Fachkräften liegen. LE will nun zusammen mit Filderstadt neue Wege gehen und geschultes Personal aus Spanien in die Kitas auf den Fildern holen. „Es ist eine Chance, um Personal zu finden“, so Ingrid Krebs vom Amt für Schulen, Jugend und Vereine. 

Als Partner agiert dabei das Bildungswerk Baden-Württemberg sowie die Bundesagentur für Arbeit. Mit deren Hilfe sollen in Spanien Fachkräfte angeworben werden. Da deren Ausbildung nicht der in Deutschland entspricht, sollen sie zuerst einen sechsmonatigen Sprachkurs bekommen, um die Deutschkenntnisse zu verbessern. 

Erst dann werden die Erzieherinnen und Erzieher nach LE kommen und – vom vorhandenen Personal unterstützt – hier ihr Anerkennungspraktikum beginnen. Das wird frühestens im September 2022 der Fall sein. Die Kosten für die Rekrutierung werden für acht Personen bei rund 40.000 Euro liegen. Die Mitglieder des Verwaltungs-, Kulturund Sozialausschusses folgten einhellig dem Vorschlag der Stadtverwaltung. 

Die Stadt sollte, so ein Wunsch aus dem Gremium, bei der Suche nach Wohnraum helfen. Denn das sei neben der wichtigen Sprachkenntnis der Knackpunkt.