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180 Seniorinnen und Senioren aus LE nun mit Impfschutz vor Corona Mithilfe der Stadt unkompliziert zum Impftermin

Rund 180 Bürgerinnen und Bürger aus Leinfelden-Echterdingen spürten Anfang der Woche im Kreisimpfzentrum an der Messe Stuttgart einen kurzen Piks im Arm – dann hatten sie zum ersten Mal den Corona-Impfstoff in ihrem Körper und können nach der zweiten Impfung in wenigen Wochen darauf setzen, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht an diesem möglicherweise tödlichen Erreger zu erkranken.

Ärztin impft eine Frau
Foto: Bergmann

Der Impfstoff stammte aus einem Sonderkontingent des Landkreises, den dieser den Anliegerkommunen zur Verfügung gestellt hatte. Ein Ausgleich dafür, dass rund um die Messe aufgrund der Nähe keine Pop-Up-Impfungen wie beispielsweise in den weiter entfernten Gemeinden am Albtrauf angeboten wurden.

„Ich freue mich, dass wir beim Impfen mit unserem Konzept Menschen über 80 Jahren ein zusätzliches Angebot machen konnten“, sagte Landrat Heinz Eininger am Dienstag. Dafür sei ein großer logistischer Aufwand seitens der Kommunen sowie der mobilen Impfteams notwendig gewesen. „Ich danke allen Städten und Gemeinden sowie den Hilfsorganisationen vor Ort für ihren großen Einsatz“, so Eininger. Das gilt nicht nur für die Unterstützung beim Impfen, sondern vor allem auch für die Testangebote in den Kommunen. „Das Gesundheitsamt arbeitet am Limit“, so Eininger.

In LE gibt es mittlerweile rund ein halbes Dutzend Stellen, in denen sich Bürgerinnen und Bürger kostenlos auf das Virus hin testen lassen können – zum Teil nach Terminvergabe, aber auch spontan. Eine Übersicht darüber ist auf Seite 4 in diesem Amtsblatt zu finden. Weitere Testmöglichkeiten gibt es in vielen Arztpraxen in der Stadt, wo mittlerweile auch geimpft wird.

Vier Herren bei der Besichtigung des Kreisimpfzentrums auf der Messe Stuttgart
Peter Löwy (links), der Leiter des Amts für soziale Dienste, war beim Impftermin für die Menschen aus LE genauso zugegen wie Landrat Heinz Eininger (rechts). Nach seinen Worten nimmt das Impfen nun Fahrt auf. | Foto: Bergmann

In LE hatte das Amt für soziale Dienste die Termine für die Menschen in der Stadt organisiert. „Viele Menschen waren sehr dankbar für die Hilfe der Stadt“, sagte der Leiter des Amtes, Peter Löwy, bei einem Termin auf der Messe. Das Prozedere, um einen Termin zu bekommen, ist gerade für die Senioren nicht ganz einfach, die auf das Telefon oder die Hilfe von Angehörigen angewiesen sind, weil sie selbst keinen Internetzugang haben. Das war in diesem Fall anders, bei der telefonischen Terminvergabe durch die Stadt gab es keine langen Wartezeiten, und die notwendigen Codes für die Impftermine wurden per Brief verschickt. „Das war für viele eine sehr große Hilfe, wie wir gehört haben“, sagte Löwy und dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz.

Seit wenigen Tagen können in den beiden Impfzentren im Landkreis Esslingen jeweils bis zu 800 Menschen täglich geimpft werden. Die Infrastruktur hierfür war seit dem 15. Januar vorhanden. „Nun ist endlich ausreichend Impfstoff im Landkreis Esslingen angekommen, um die maximale Auslastung durch unser Impfkonzept umzusetzen“, sagt Landrat Heinz Eininger, das Impfen hat nun Fahrt aufgenommen“.

Die KIZ sind grundsätzlich von Montag bis Sonntag zwischen 7 und 21 Uhr für die Bevölkerung geöffnet. Für die Impfung ist zwingend eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Diese erfolgt zentral entweder auf telefonischem Wege unter der Nummer 116 117 oder online (www.impfterminservice.de) und wird vom Land organisiert.