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Jedes Kind ist herzlich zum Mitmachen eingeladen Osterschmuck am Brunnen vor dem Stadtmuseum

Rechtzeitig zu Ostern haben Kinder des Kreativ-Teams vom Verein Echterdinger Tracht den historischen Brunnen vor dem Stadtmuseum an der Hauptstraße 79 in Echterdingen unter Einhaltung der Corona-Regeln geschmückt.

Zwei Mädchen am österlich geschmückten Brunnen vor dem Stadtmuseum in Echterdingen
Foto: Bergmann

„Bisher war es immer rund ein Dutzend Erwachsener, die hinter dem Brunnenschmuck standen“, sagt Wolfgang Haug, der Leiter des Stadtmuseums sowie 1. Vorsitzende des Vereins. Doch die Großen halten sich in diesem Jahr im Hintergrund, liefern Eier und Blumenschmuck – und lassen die Kleinen ran. Der Osterbrunnen vor dem Stadtmuseum ist jedoch noch nicht vollendet. „Wir laden jedes Kind dazu ein, mit eigenem Osterschmuck den Brunnen zu verschönern“, sagt Haug. Auch in Oberaichen wurden von der Bürgergemeinschaft der Dorfbrunnen geschmückt.

Der Brauch, einen Brunnen österlich zu schmücken, kommt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz und ist wohl gerade einmal ein gutes Jahrhundert alt. 1909 soll dort im kleinen Ort Aufseß zum ersten Mal der Quell frischen Wassers mit Eiern und Blumen geschmückt worden sein. Ob der Hintergrund ein christlicher ist, ob man den frisch geputzten Brunnen in einer Gemeinschaftsaktion schön gestalten wollte oder ob es nur darum ging, Menschen aus der Umgebung in den Ort zu locken, ist unklar.

Klar ist jedoch, dass sich in der Folge weitere Orte dem Vorbild von Aufseß anschlossen und die Brunnen österlich schmückten – ab den 1980er-Jahren auch in anderen Regionen Deutschlands und somit auch in Baden-Württemberg.