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Osterwünsche von Oberbürgermeister Roland Klenk

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich Ihnen an dieser Stelle ein frohes Osterfest gewünscht – das ungewohnt und anders sein werde. Kaum jemand hätte damals gedacht, dass man auch in diesem Frühling Ostern nur im engsten Familienkreis feiern kann, dass man die wertvollen Kontakte zu Freunden und Bekannten auf ein Minimum beschränken muss, damit sich das Corona-Virus nicht noch weiter verbreitet. Leider ein Osterfest wie im vergangenen Jahr …

Portraitbild von OB Klenk
Foto: Bergmann

Dabei ist in diesen zwölf Monaten viel passiert. Wir mussten lernen, mit dieser weltweit grassierenden Pandemie zu leben. Die Menschen waren genauso wie die Wirtschaft und die Behörden gezwungen, sich auf völlig veränderte Bedingungen einzustellen, was mal mehr, mal weniger gut gelungen ist.

Es hat sich gezeigt, dass in dieser Krise auf das Ehrenamt Verlass ist. Mitglieder vom DRK und der DLRG testen die Menschen in der Stadt seit Wochen auf das Corona-Virus und bieten das sogar am Osterwochenende an. Zusammen mit den Apotheken ist es gelungen,  ein dichtes Netz an kostenlosen Testmöglichkeiten zu knüpfen, um möglichst sichere Begegnungen zu ermöglichen und ein Stück Alltag zurückzubekommen. Auch die Feuerwehr steht nach wir vor parat, um bei Notfällen qualifiziert zu helfen.

Dazu kommen weitere Bürgerinnen und Bürger, die anderen Menschen beim Einkaufen geholfen haben oder aktuell bei der Vereinbarung der raren Impftermine. Und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind mit großem Engagement dabei, um die Pandemie und ihre Folgen im Interesse der Stadt möglichst gut zu bewältigen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank!

Weniger Verlass ist leider auf die Politik in Bund und Ländern. Beim Impfen kommen wir im Vergleich zu vielen anderen Staaten nur zögerlich voran, scheinen bei der Beschaffung von Impfstoffen und der Organisation von Impfterminen überfordert zu sein. Und bei den Corona-Regeln erleben wir ein Hin und Her, ein oft nicht mehr zu durchschauendes Sammelsurium an Beschränkungen, die viele Menschen nicht mehr verstehen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kürzlich zu meinem Erstaunen die Kommunen stärker in die Pflicht genommen. In Leinfelden-Echterdingen haben wir uns schon zu Beginn der Pandemie bemüht, Lösungen vor Ort zu suchen – und haben diese in vielen Fällen auch gefunden. Die Digitalisierung der Schulen schreitet voran, Schülerinnen und Schüler sind auch mit der Hilfe örtlicher Unternehmen mit Laptops und Tablets ausgestattet, um nur ein Beispiel zu nennen. Und die Teststrategie in den Schulen klappt auch.

Wir wollen versuchen, unseren kommunalen Spielraum zukünftig noch stärker zu nutzen und diesen unter strenger Beachtung der Hygieneregeln auszufüllen. Dabei sind wir jedoch abhängig von den Beschlüssen in Bund und Land.

Ich wünsche Ihnen trotz der widrigen Umstände ein schönes Osterfest. Bleiben Sie gesund und behalten Sie Ihre Zuversicht!

Handunterschrift von OB Roland Klenk

Roland Klenk
Oberbürgermeister