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1. Digitaler Bürgerdialog Mobilitätspunkte Umweltfreundlich unterwegs – aber wie?

Mobilitätspunkte sind ein wichtiger Schrittzur Mobilitätswende. Damit soll nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern auch die Lebensqualität in LE gesteigert werden. Denn solche Mobilitätspunkte bündeln verschiedene Mobilitätsdienstleistungen und vereinfachen somit die kombinierte Nutzung verschiedener umweltfreundlicher Verkehrsmittel.

Foto: Bergmann

Doch was erwarten die Menschen von diesen Mobilitätspunkten und welche Dienstleistungen benötigen sie dort? Wie wichtig sind abschließbare Abstellplätze und Lademöglichkeiten für Fahrräder? Sollten Schließfächer oder andere Zusatzleistungen angeboten werden? Ist den Nutzern die Aufenthaltsqualität wichtig? Und ganz allgemein: Was kann die Stadt tun, damit mehr Bürger und Pendler zu Fuß gehen, sich auf das Fahrrad setzen oder den ÖPNV nutzen? All diesen Fragen will die Stadtverwaltung nachgehen und die Bürger von LE, aber auch die Pendler in die Stadt in die Planungen einbeziehen. Die Corona-Pandemie erschwert allerdings den direkten Kontakt. Deshalb wird es zum ersten Mal in der Stadt – und wohl auch in der gesamten Region – einen Digitalen Bürgerdialog geben. „Dabei wollen wir am 23. Juli den Stand der Vorplanung der Mobilitätspunkte vorstellen und Anregungen und Empfehlungen für die Umsetzung diskutieren“, sagt Eva Noller. Für die Baubürgermeisterin sind die Hinweise der Nutzer entscheidend, damit die Planung im Sinne der Bürger und Pendler erfolgen kann.

Der Digitale Bürgerdialog ist in drei Teile gegliedert. Nach der Vorstellung des aktuellen Planungsstandes stehen im interaktiven Workshop-Teil folgende Fragen im Mittelpunkt:

  • Ist die Ausstattung der geplanten Mobilitätspunkte, Stadionstraße, Stetten Hof und S-Bahnhof Echterdingen ausreichend oder gibt es Bedarf für Ergänzungen?
  • Wo liegt der Fokus der Nutzer bei der Ausstattung der weiteren Mobilitätspunkte?
  • Was kann die Stadt tun, damit die Bürger und Pendler häufiger zu Fuß, mit Rad oder ÖPNV unterwegs sind?

Am Ende sollen die Ergebnisse kurz vorgestellt und anschließend mit allen Teilnehmern diskutiert werden.

Die Infos im Überblick

  • Der 1. Digitale Bürgerdialog „Mobilitätspunkte in Leinfelden-Echterdingen“ findet am Donnerstag, 23. Juli, um 18 Uhr statt.
  • Für die Teilnahme werden Laptop oder Computer mit Mikrofon und gegebenenfalls Kamera, ein Tablet oder Smartphone benötigt. Außerdem kann man sich per Telefon einwählen und den Präsentationen und Diskussionen am Bildschirm folgen. Zum Einsatz kommt das Programm Zoom, in das man sich über einen Browser-Link einwählen kann, sodass es nicht heruntergeladen werden muss. Genutzt werden ausschließlich europäische Server, wodurch die Bestimmungen der DSGVO eingehalten werden.
  • Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung unter mobilitaetspunkte@le-mail.de oder Tel. 07157/72 13 31 62 verschickt. Am 16., 20. und 21. Juli werden jeweils von 17 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung Voreinwahl-Tests angeboten. Bei Bedarf bekommt man auch Hilfe beim Einwählen in das Videokonferenz-System oder Informationen zur Nutzung des Programms.
  • So kann am 23. Juli ganz entspannt und ohne technische Einstiegshürden am Digitalen Bürgerdialog teilgenommen werden. Unterstützt wird die Stadt bei diesem Digitalen Bürgerdialog vom Büro Dialog-Basis.

Nachgefragt: Was sind Mobilitätspunkte?

Mit dem Rad zum Bus und dann weiter zum Arbeitsplatz in Stuttgart. Bei der Heimfahrt noch ein Päckchen abholen, Luft in die Reifen pumpen und dann nach Hause. Oder das vorab gebuchte Carsharing- Fahrzeug abholen. Alles Beispiele für die vielfältigen Möglichkeiten, die die von der Stadt geplanten Mobilitätspunkte bald schon bieten werden. Sie sollen den ÖPNV mit weiteren Mobilitätsleistungen verknüpfen und dadurch die Menschen dazu bewegen, öfters auf ihr Auto zu verzichten, um die Straßen in der Stadt zu entlasten. Und das möglichst komfortabel.

Dazu sollen in den kommenden Jahren insgesamt zwölf solcher Mobilitätspunkte im gesamten Stadtgebiet entstehen. Sie werden zur Schnittstelle zwischen öffentlichem Nah- und teilweise auch Fernverkehr sowie alternativen Transportmitteln mit Fahrrad-Verleihsystemen, sicheren Fahrradabstellmöglichkeiten, Carsharing- Stationen und vielem mehr. Damit sollen umweltschonende Verkehrsmittel gefördert und die Intermodalität – also der Umstieg von einem Verkehrsmittel zum nächsten – einfacher und dank optisch auffälliger und einheitlich gestalteter Stationen sichtbar werden. Auch ein Angebot an Dienstleistungen ist an diesen Punkten möglich.

Die ersten beiden, vom Verband Region Stuttgart geförderten, Mobilitätspunkte sind in Stetten-Hof und Echterdingen an der neuen U6-Haltestelle Stadionstraße geplant und sollen bis Ende 2021 entstehen.

Sie sollen folgende Ausstattung bekommen:

  • Bushaltestelle mit Buswartehäuschen und Fahrgastinformation
  • Fahrradabstellanlage
  • Fahrradboxen
  • Fahrrad-Verleihsystem RegioRadStuttgart
  • Fahrradreparaturstation
  • E-Ladestation
  • Carsharing
  • Schließfächer
  • Paketboxen
  • Sitzgelegenheiten