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Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Vorsorge für Herbst und Winter Gemeinsam Energie sparen

Die aktuelle Situation macht es im Hinblick auf die Sicherstellung der Energieversorgung im kommenden Herbst und Winter notwendig, dass wir uns frühzeitig mit dem Thema Energieeinsparung beschäftigen und ohne Panikmache sensibilisieren. Denn auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als Heilen.

Füße auf einem Heizkörper
Foto: Atlas/Adobe Stock

Oberbürgermeister Roland Klenk hat daher einen kommunalen Krisenstab einberufen. Der Krisenstab hat nun nachfolgende Maßnahmen und Prüfaufträge beschlossen, die vor allem die Stadtverwaltung Leinfelden-Echterdingen selbst betreffen, zwangsläufig aber auch Auswirkungen auf einen Großteil der Stadtbevölkerung haben werden.

So sehen die Maßnahmen aus:

  1. Ausgehend von der Tatsache, dass sich mit einer Reduzierung der Wärme um ein Grad bis zu sechs Prozent Energie einsparen lassen, hat der Krisenstab entschieden, dass die Stadt LE – wie viele andere Städte auch – die Beheizung und Warmwasserversorgung ihrer rund 180 städtischen Gebäude und Liegenschaften entsprechend überprüft und anpasst. Hierin sieht der Krisenstab den größten Ansatzpunkt, um effektiv den Energieverbrauch zu drosseln und die Gesamtsituation zu entspannen.
  2. Was den Bereich der Straßenbeleuchtung und die Ampelanlagen angeht, hat der Krisenstab den Auftrag erteilt, zu prüfen – wo technisch möglich und unter Sicherheitsaspekten vertretbar – Energieeinsparungen vorgenommen werden können.
  3. Der Krisenstab hat entschieden, dass in einem Rundschreiben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung über nutzerbezogene Maßnahmen zur Energieeinsparung informiert und praktische Vorschläge dazu gemacht werden sollen.
  4. Ferner hat der Krisenstab beschlossen, insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit dem Thema Energie zu tun haben, Schulungen und Fortbildungen zur Energieeinsparung und optimalen Geräteeinstellung anzubieten.
  5. Darüber hinaus hat der Krisenstab festgestellt, dass die Hochbauverwaltung bereits regelmäßig die empfohlenen Wartungsintervalle unserer Heiz- und Energiezentralen durchführt, damit diese optimal eingestellt sind und mit hoher Wirksamkeit laufen.
  6. Auch ist sichergestellt, dass sich unser Personal im technischen und hausmeisterlichen Bereich kontinuierlich weiterbilden kann, damit technische Anlagen energieeffizient bedient werden. Im Haushalt sind ausreichend Finanzmittel zur energetischen Ertüchtigung von Anlagen und Gebäuden vorhanden.
  7. Ferner hat der Krisenstab die Hochbauverwaltung gebeten, dass – im Rahmen des personell Leistbaren – neue Photovoltaikanlagen installiert werden und energetische Verbesserungen durchgeführt werden.
  8. An alle Bezieherinnen und Bezieher von Sozialleistungen möchte der Krisenstab die Botschaft senden, dass bereits jetzt im Rahmen des geltenden Sozialrechts die steigenden Heizkosten bei der Bedarfsberechnung Berücksichtigung finden.
  9. Darüber hinaus wird der Krisenstab im Dialog mit den örtlichen Hilfsorganisationen die Einrichtung von Wärmehallen im Herbst und Winter prüfen.
  10. In den nächsten Wochen sollen im Amtsblatt und auf der städtischen Website weitere wichtige Hinweise zum Energiesparen veröffentlichen werden.

Als Sofortmaßnahmen zur Energieeinsparung hat der Krisenstab Folgendes entschieden:

  • Die Wasser- und Raumtemperatur im Gartenhallenbad Leinfelden wird während der Sommerferien versuchsweise um ein bis zwei Grad reduziert.
  • Hinweis zu anderen Bädern: Das Goldäckerbad ist seit dem 26. Juli für drei Wochen wegen Reinigungs- und Wartungsarbeiten geschlossen.
  • Das Bad in der Eichbergschule ist bis voraussichtlich Mitte September wegen Lieferengpässen eines notwendigen Reglerbauteils geschlossen.
  • Ferner wird in den städtischen Sporthallen während der Sommerferien die Warmwasserbereitung abgestellt. Das bedeutet, dass die Heizanlagen zur Warmwassererzeugung komplett abgeschaltet werden. Dementsprechend kommt aus Waschbecken und Duschen während der Sommerferien nur unbeheiztes Wasser.
  • Abschließend appelliert der Krisenstab an alle Einwohnerinnen und Einwohner, mit ihrem Verhalten den Energieverbrauch zu reduzieren und dazu beitragen, dass Energie bezahlbar bleibt. Damit leisten wir auch einen enormen Beitrag zum Klimaschutz. Machen Sie mit!