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Die sechsmonatige Sanierung der Stettener Hauptstraße beginnt im Mai Erste Maßnahmen am Ungerhaldenweg

Die Stettener Hauptstraße muss in den nächsten Jahren wegen der starken Fahrbahnschäden abschnittsweise saniert werden. Schon jetzt ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 40 km/h reduziert. Um das Baufeld für den geplanten Neubau eines Seniorenpflegeheims mit Einzelhandelsfläche – geplant ist ein Drogeriemarkt – am Ungerhaldenweg freizuräumen, wird mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Knotenpunkt Sielminger Straße/Weidacher Steige und Höfer Äcker auf einer Länge von ca. 140 m begonnen.

Mehrere Straßen im Stadtteil Stetten …

Voraussichtlich im Mai werden die Arbeiten beginnen. Noch vor den Osterferien ist dazu eine Bürgerinformation geplant.

Im Zuge der Straßensanierung werden zugleich die Stadtwerke den Abwasserkanal erneuern und aufdimensionieren. Die Gas- und Wasserleitung wird aus dem Ungerhaldenweg in die Stettener Hauptstraße verlegt. Und auch LWL-Leerrohre werden – im Vorgriff auf eine spätere Breitbandversorgung – mitverlegt.

… sind sanierungsbedürftig – wie hier die Stettener Hauptstraße. | Fotos: Bergmann

An der Bushaltestelle „Stetten Hof“ wird eine eigene Busfahrbahn entstehen, und die Haltestelle wird barrierefrei. Der Gehweg erhält eine neue Asphaltdecke. Nach Fertigstellung des Pflegeheims wird davor ein kleiner Platz sein, der nahtlos in den Gehweg übergeht. Der Ungerhaldenweg wird später von der Sielminger Straße aus ansteigen und stufenlos an diesen Platz anschließen. Er wird deshalb zunächst nur provisorisch an die Sielminger Straße angeschlossen: Da die genaue Höhenlage des Platzes noch nicht feststeht, kann das Straßengefälle noch nicht hergestellt werden.

Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Kreuzung soll die Sielminger Straße eine zweite Abbiegespur in die Stettener Hauptstraße erhalten. Ob als separate Links- oder Rechtsabbiegespur, wird derzeit untersucht.

Der Gemeinderat hat der Straßensanierung zugestimmt. Angesichts einer sechsmonatigen Bauzeit empfahl Stadtrat Vohl (FW), lieber die Straße vorübergehend einspurig zu führen, als über längere Zeit eine Vollsperrung mit dann langem Stau z. B. auf der Bonländer-/Sielminger Straße zu riskieren.

Neue Ampel soll Verkehrsströme optimieren

Eine neue Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Stettener Hauptstraße/Weidacher Steige/Sielminger Straße wird künftig die Grünzeiten den Verkehrsströmen anpassen. Eine Busbevorrechtigung für die künftige Ampelanlage regte Stadträtin Grischtschenko (Grüne) an; bei den neuen „intelligenten Signalanlagen“, erfuhr sie von EBM Noller, gebe es diese Möglichkeit nicht.

Die Gesamtkosten für diesen ersten Bauabschnitt belaufen sich auf ca. 650.000 Euro für den Straßenbau und ca. 100.000 Euro für die Lichtsignalanlage. Die Verlegung der Wasser- und Gasleitung kostet rund 200.000 Euro, die Erneuerung des Abwasserkanals rund 300.000 Euro.

Man müsse darauf achten, dass der Einzelhandel nicht, wie bei den Verkehrsbeschränkungen beim Bau der Bushaltestellen im letzten Jahr, Einbußen erleide, betonten die Fraktionssprecher. Stadträtin Koch (CDU) sagte, man müsse eine Zufahrt zu den Geschäften ermöglichen und mit entsprechender Beschilderung die Bürger darauf hinweisen. Stadtrat Klauser (SPD) regte provisorische Parkplätze am alten Rathaus an, damit die Geschäfte besser erreichbar seien.

Stadtrat Haug (L.E. Bürger/FDP) schlug vor nochmals zu prüfen, ob nicht ein Kreisel an der Kreuzung Stettener Hauptstraße/Weidacher Steiger/Sielminger Straße besser wäre. Ein Kreisverkehr bringe dort nichts, erinnerte Stadtrat Klauser an die Untersuchungen der Verkehrsplaner, nach denen sich der Gemeinderat gegen eine Kreisel-Lösung entschieden hatte. Ein Kreisverkehr an dieser Stelle würde aufgrund die Straßenführung und um den erforderlichen Verkehrsradius, z. B. für Gelenkbusse, zu gewährleisten, viel Fläche benötigen.