Pfeil nach unten

10 Jahre Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung“

Zum Gedenken an die Opfer des ehemaligen KZ-Außenlagers am Flughafen Stuttgart haben die Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen im Jahr 2008 gemeinsam eine Stiftung gegründet. Die Gedenkstiftung „Gemeinsame Erinnerung – gemeinsame Verantwortung für die Zukunft“ soll einerseits die Erinnerung an die Opfer des NS-Regimes bewahren, andererseits aber Projekte der Gegenwart unterstützen, die dazu beitragen, dass sich ein solches Unrecht – in vielen denkbaren Formen – in der Gegenwart und in Zukunft nie mehr wiederholt.

Mit Fördergelder prämiert (für 2019 stehen 3.000 Euro zur Verfügung) werden alljährlich Projekte, die sich mit den Themen „Integration und friedvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen“ auseinandersetzen, sich mit „bürgerschaftlicher Verantwortung für die Gestaltung des Gemeinwesens“   oder dem „Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ befassen. Die Gedenkstiftung richtet sich vor allem, aber nicht ausschließlich, an Kinder und Jugendliche. Viele Projekte wurden u. a. von Schulklassen, Jugendgruppen, Kindergärten, Vereinen, Institutionen und zuletzt auch Flüchtlingshelferkreisen zur Prämierung eingereicht.

Die Festredner bei den Prämierungen waren oftmals Vertreter aus der Politik, die stets die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes einerseits, aber eben auch die Notwendigkeit das Bürgerengagements für ein respektvolles und tolerantes Miteinander betonten. Bei der Prämierung der Projekte 2016 sagte Landtagspräsidentin Muhterem Aras: „Heute nehmen viele Menschen Freiheit und Demokratie als gegeben hin. Sie können oder wollen sich nicht mehr vorstellen, dass ein solches Unrecht bei uns geschehen ist, geschehen konnte, und dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind.“

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann wies in ihrer Rede im letzten Jahr anlässlich der Preisverleihung für die Projekte 2017 darauf hin: „Das Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung, Religion und Hautfarbe zu unterstützen, das ist in heutiger Zeit notwendiger denn je!“

Den Vorsitz der Stiftung haben im Wechsel die Oberbürgermeister beider Städte inne. Im Stiftungsrat selbst sitzen insgesamt zehn Vertreter von Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen, die turnusgemäß neu gewählt werden. Für Leinfelden-Echterdingen sind es derzeit Prof. Dr. Willfried Nobel (Vorsitzender), Dr. med. Jörg Müller, Gottfried Reimold sowie als Mitglieder des Gemeinderats Ilona Koch (CDU) und Beatrix Heß (Freie Wähler).