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CDU-Antrag zum Stadtmarketing Gemeinderat verlangt Konzept

Im Rahmen der Haushaltberatungen hatte die CDU-Fraktion beantragt, den Personaletat für das Stadtmarketing um 80.000 Euro aufzustocken, „um identitätsstiftende Maßnahmen zu fördern“. Stichworte waren Stärkung der Ortskerne, des Handels und der Gastronomie.

Foto: Stadt

Da dies in der Vorberatungen keine Mehrheit gefunden hatte, erläuterte Fraktionssprecherin Koch bei der Verabschiedung des Haushalts noch einmal die Gründe für den Antrag. „Innenstadtmarketing ist uns sehr wichtig. Der Bund der Selbstständigen ist froh um jede Unterstützung, denn Handel ist kein Selbstläufer!“, betonte sie und verwies auf die Liste des Stadtmarketings. Diese nennt weitere Maßnahmen zum Innenstadtmarketing, zur Belebung der Ortskerne oder zum Ausbau des touristischen Angebots mit i-Punkt.

Man müsse erst wissen, welche Maßnahmen mit dem derzeitigen Personalbestand umgesetzt werden können. „Die Stärkung nach innen, wie der Handel oder die Wochenmärkte, stehen für uns vornean, nicht Tourismus, Messebesuche, ein Traktorentreffen oder eine Lady Connections“, begründete Stadträtin Sinner-Bartels die Ablehnung der SPD-Fraktion.

Stadtrat Dr. Wächter verlangte Zahlen, mit denen die einzelnen Maßnahmen hinterlegt seien. „Wir sind für Stadtmarketing“, sagte Grünen-Fraktionschefin Grischtschenko, „aber bei 80.000 Euro gehen wir nicht mit.“ LE habe viele Übernachtungen und mache zu wenig draus, meinte hingegen Stadtrat Haug (L.E. Bürger/FDP). „Wir brauchen einen Citymanager, um Kaufkraft vor Ort zu binden!“ Stadträtin Skudelny (FDP) erinnerte an das Einzelhandelskonzept, das man umsetzen sollte. Und Stadtmarketing müsse für die ganze Stadt gelten, nicht nur für Echterdingen, betonte Stadtrat Vohl (FW).

Oberbürgermeister Klenk betonte die gute Arbeit des Stadtmarketings, weshalb inzwischen ein hoher Erwartungsdruck auch im Gemeinderat vorhanden sei. Mit der vorhandenen Personalkapazität könne dies aber nicht geleistet werden. Die vom Stadtmarketing vorgelegte Maßnahmenliste sei ja nur ein Sammelsurium an Ideen: „Der Gemeinderat muss die Prioritäten bestimmen. Doch offenbar ist man sich nicht einig über die Schwerpunkte.“

Sein Vorschlag, die Mittel unter Vorbehalt einzustellen und erst freizugeben, wenn ein „inhaltliches und personelles Konzept“ vorliegt, wurde bei neun Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen.