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Feuerwehrstandort Stetten Planer legen zwei Varianten vor

Am 19. März wird sich der Technische Ausschuss mit dem künftigen Standort der Feuerwehrabteilung Stetten befassen. Eine Entscheidung soll dann der Gemeinderat am 26. März treffen. Vorab waren Stettens Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung in der Reihe „LE im Dialog“ geladen worden. Am Montagabend wurden in der gut besetzten Festhalle die Pläne vorgestellt.

Vor der Gemeinderatsentscheidung wurden die Anwohner informiert. | Foto: Bergmann

Mittlerweile werde über einen vierten Standort diskutiert, erinnerte OB Roland Klenk, nach den Optionen Ungerhaldenweg, altes Rathaus und Haldenareal. Für das Haldenareal hatte sich der Gemeinderat im letzten Jahr mit knapper Mehrheit ausgesprochen.

Kurze Zeit später kam das Grundstück an der Jahnstraße der SpVgg Stetten ins Gespräch. Dort hatte ursprünglich die Freie Aktive Schule bauen wollen. Das Vorhaben kam nicht zustande. Inzwischen hat die Stadt das Grundstück, auf dem noch die alte Turnhalle steht, erworben, denn auch die Feuerwehr plädiert für diesen Standort. Aufgrund der ebenen Topographie wären die Baukosten deutlich niedriger, auch könnte auf eine Tiefgarage verzichtet werden.

Zwei Varianten sind denkbar, die Martin Ritz vom Architekturbüro Glück und Partner erläuterte. Bei Variante 1 entstünde ein kompakter Bau, von dem aus die Feuerwehr zur Jahnstraße hin ausrücken würde. Bei Variante 2 – wenn auch die Vereinsgaststätte abgerissen wird – lägen die Gebäudeteile von Feuerwehr und DRK über Eck nebeneinander. Die Feuerwehr würde zur Jahnstraße hin ausfahren, das DRK zum Gräbleswiesenweg.

Doch noch ist unklar, was mit der Gaststätte geschieht. Die Stadt würde auch diese Fläche gerne aufkaufen. SpVgg-Vorsitzender Rolf Wurster signalisierte Gesprächsbereitschaft, betonte aber, dies müsse in der Mitgliederversammlung geklärt werden. Entscheidend sei, ob man ein neues Vereinsheim finanzieren könne.

Die Feuerwehr an diesem Standort wäre eine gute Ergänzung im Bereich Festhalle, Schule, Bücherei und Theater unter den Kuppeln, sagte Baubürgermeisterin Eva Noller. Viele der Einsatzkräfte würden in dem Bereich wohnen und kämen so rasch zum Gerätehaus. Bäume, die dem Neubau weichen müssten, würden nachgepflanzt. Bei Variante 2 würden auch Stellplätze wegfallen, Ersatz würde gegenüber dem Theater unter den Kuppeln geschaffen.

Für den Standort Jahnstraße appellierte  auch Feuerwehr-Stadtkommandant Wolfgang Benz: „Er ist für uns das Optimum.“ Wichtig sei, die Ausrückzeiten und damit die 10-Minuten-Hilfsfrist einhalten zu können.

Dennoch gab es bei den Zuhörern Bedenken. Die Kombilösung Feuerwehr plus Rettungsdienst sei nicht zeitgemäß, fand ein Bürger, besser wäre ein separates Katastrophenschutzzentrum. Zudem gebe es noch mehr Hilfsorganisationen außer dem DRK, die sich in Stetten niederlassen wollen. OB Klenk machte deutlich, dass das DRK in Stetten keine Rettungsstation habe, sondern ihr Ausbildungszentrum. Die DRK-Rettungswache sitze in Leinfelden-Unteraichen.

Eine Gefährdung für die Schulkinder bei Einsätzen wurde befürchet. Den Schulweg würde man dann auf die andere Seite der Jahnstraße legen, sagte die Baubürgermeisterin. Aber auch der Wunsch, die alte Turnhalle zu erhalten, wurde geäußert.

Zu Überlegungen des Stettener Architekten Michael Balz, das DRK im derzeitigen Feuerwehrhaus zu belassen, die Feuerwehr am alten Rathaus unterzubringen und die Haldenschule für soziale Zwecke zu nutzen, wies OB Klenk darauf hin, dass es für den Standort altes Rathaus ein klares „Nein“ gebe. Mit dem Umzug an die Jahnstraße werde man alle Möglichkeiten haben, das alte Rathaus oder die Haldenschule für Vereinszwecke zu nutzen.

Man werde die kritischen Punkte in die Beratungen mitnehmen, versprach OB Klenk. Aber nach vier Suchläufen sei es an der Zeit,  eine Entscheidung zu treffen.