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Auch viele kleinere Maßnahmen zeigen Wirkung Jahresplanung Mobilitätskonzept

Vom Sachstandsbericht zum Mobilitätskonzept hat der Technische Ausschuss Kenntnis genommen. 250.000 Euro sind pro Jahr für die investiven „kleineren“ Maßnahmen in der mittelfristigen Finanzplanung eingeplant, erläuterte EBM Noller. Für die großen Projekte, wie etwa Straßenplanung, gebe es separate Konten. Für den Ausbau von Radwegen stehen 2019 100.000 Euro bereit.

Foto: Bergmann

Geplant in diesem Jahr sind 18 sogenannte DFI-light Fahrgastinformationen, d. h. Echtzeit-Anzeigetafeln, an den Bushaltestellen der Bahnhöfe, am Neuen Markt oder an der Kirche in Musberg (ca. 40.000 Euro), sowie sieben klassische Anzeigetafeln (67.000 Euro). Es werden weitere Radabstellbügel angebracht (ca. 10.000 Euro), der Fußweg von der Musberger Straße zum Fichtenweg wird beleuchtet (ca. 15.000 Euro), und die Bushaltestellen im Stadtgebiet werden Zug um Zug barrierefrei (ca. 60.000 Euro).

Modellhaft umgesetzt wird das Design der künftigen Mobilitätspunkte in der Stadt an der Haltestelle Lindachschule in Stetten (ca. 50.000 Euro).

Der Radweg am alten Bahndamm in Leinfelden soll saniert werden (ca. 100.000 Euro). Auf Nachfrage von Stadtrat Haug (FDP) sagte Andrea Egner, Leiterin Amt für Umwelt, Grünflächen und Tiefbau, dieser Weg sei durchaus stark frequentiert.

Viele andere Maßnahmen sind am Laufen. Ein Überblick:

Die Verlängerung der U5 bis zur geplanten Haltestelle „Neuer Markt“ im Gebiet Schelmenäcker steht. Erste Überlegungen zur Weiterführung nach Echterdingen hat die SSB im Technischen Ausschuss vorgestellt.

Das neue Busliniennetzbündel bringt Verbesserungen in der Verbindung zwischen den Ortsteilen und, mit der Ringbuslinie, eine gute Anbindung nach Filderstadt. Dass allerdings der neue Citybus durch die Martin-Luther-Straße führe und nicht entlang der Einkaufstraßen, wundere ihn schon, meinte Stadtrat Vohl (FW).

Leider laufe das neue Busliniennetz noch nicht rund, kritisierten mehrere Ausschussmitglieder. Daniel Krusic vom Jugendgemeinderat monierte Verspätungen und Busfahrer, die weder Deutsch sprechen noch sich auskennen würden im LE-Straßennetz.

Inzwischen haben sich EBM Noller und Vertreter der Fachämter mit den Zuständigen der beauftragten Firma Friedrich Müller Omnibusunternehmen FMO zusammengesetzt, um die angesprochenen Punkte zeitnah zu verbessern.

Das Leihradsystem RegioRad Stuttgart wird gut angenommen. Es gibt mehr Fahrradboxen an den Bahnhöfen, mehr beleuchtete Radwege und weitere markierte Schutzstreifen. Den städtischen Mitarbeitern stehen Dienstpedelecs zur Verfügung. Die Autos der Amtsboten und des Gemeindevollzugsdienstes wurden auf E-Fahrzeuge umgestellt.

Stadtrat Klauser (SPD) bemerkte in dem Zusammenhang, dass der Diagonalradweg Echterdingen-Unteraichen und die Nord-Süd-Radachse noch verbessert werden sollten. Dennoch finde sie gut, so Stadträtin Grischtschenko (Grüne), dass auch der Individualverkehr innerhalb des Mobilitätskonzepts beleuchtet werde, das ja „keine Radfahrkiste“ sein solle.

Im Rahmen der Sanierung „Historische Mitte Echterdingen wird an einem Verkehrskonzept gearbeitet. Für einen besseren Verkehrsfluss seien eben auch Straßenmaßnahmen erforderlich, sagte Stadträtin Koch (CDU). Auch ein Parkraumkonzept ist im Entstehen und wird mit den Bürgern der Stadt erörtert werden.

Die Mobilitätspunkte sollen künftig ÖPNV, Carsharing, Radfahren oder E-Mobilität bündeln und das Umsteigen an Haltestellen erleichtern; erste Standorte sind in Planung. Die E-Ladeinfrastruktur wird ausgebaut, und mit Unternehmen wird das Thema betriebliches Mobilitätsmanagement diskutiert. Und auch durch die Baulandentwicklung und Schaffung von Wohnraum soll das Pendeln verringert werden.