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Geologische Übersicht

Station 10 des geschichtlichen LehrpfadWir stehen am Rande des Schönbuchs. Geht man ca. 100 m auf der alten Poststraße nach Nordosten in Richtung Echterdingen oder ca. 500 m nach Süd-Osten in Richtung Stetten, dann sieht man zu seinen Füßen die Filderebene liegen. Hier Wald, dort Felder (Filder ist die alte Mehrzahlbildung von Feld). Dieser Gegensatz ist geologisch bedingt. Im Tertiär, vor rund 20 Millionen Jahren, ist hier die Erdkruste durch Bewegungen im Erdinnern auseinander gezerrt worden. Der entstehende Riss wurde durch langsames Einsinken eines breiten Gesteinskeils entlang von Verwerfungen wieder geschlossen. Ein tektonischer Graben wurde gebildet. Dieser „Fildergraben“ ist zwischen Schönbuch und Schurwald 14 km breit. Im Graben liegen dieselben Schichten rund 100 m tiefer als an den Rändern. Schichten des unteren Schwarzen Jura bilden die Höhen der „Federlesmahd“ und des „Kernen“. Man findet sie aber auch im Fildergraben. Nur sind sie dort meist von mehreren Metern Lösslehm überdeckt. Dieser ist durch Verwitterung aus Löss entstanden, der in den letzten 200 000 Jahren während der Eiszeiten durch Staubstürme von der Oberrheinebene hergeweht und in der geschützten Vertiefung des Fildergrabens abgelagert wurde. Dieser Lösslehm bedingt hauptsächlich die Fruchtbarkeit der Filder.

 

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