Rekonstruierter Grabhügel der Hallstattzeit (um 500 v. Chr.)
Mitten im frühkeltischen Grabhügelfeld liegt dieser in seiner ursprünglichen Form und Größe wieder aufgeschüttete und rekonstruierte Grabhügel. Der Grabhügel wurde 1981 durch das Landesdenkmalamt und die Volkshochschule Leinfelden-Echterdingen untersucht. Er ist von einem umlaufenden Kreisgraben eingefasst und wird bekrönt von einem unbehauenen Sandsteinblock, der einige hundert Meter weit herantransportiert wurde. Der Grabhügel ist um 500 v. Chr. zur Bestattung für einen Mann errichtet worden, der in einem Holzsarg auf Bodenniveau in der Mitte des Hügels lag (s. Rekonstruktionszeichnung). Außerdem hatte man dem Toten eine eiserne Lanzenspitze und ein Rasiermesser als Grabbeigaben mitgegeben. Offensichtlich zeigte sich die Bedeutung besonderer Persönlichkeiten der keltischen Gesellschaft nicht nur in der Menge und Qualität der Grabbeigaben. Auch die Größe der Grabhügel spielte dabei eine Rolle. Reich ausgestattete Gräber findet man meist in Grabkammern, über denen ein mächtiger Hügel errichtet wurde. Nicht selten enthalten solche Hügel Nachbestattungen, wie auch in diesem Hügel mit zwei weiteren Toten.
