Echterdinger Wald
Auf der Forstkarte des Andreas Kieser von 1683 ist der Echterdinger Wald als reines Laubwaldgebiet dargestellt, unterteilt in die Distrikte „Echterdinger Federlinsmad“, „Herrschaftlich Federlinsmad“ und „Echterdinger Reißnachwald“ (eigentlich Reisachwald). Es fällt auf, dass die Distrikte „Federlinsmad“ und „Reißnachwald“ durch eine breite Weideschneise, das „Echterdinger gereuth“, getrennt sind. Diese Schneise, die seit langer Zeit wieder bewaldet ist, war bereits auf der Gadner’schen „Schambuech-Karte“ dargestellt. Der Distrikt „Herrschaftliche Federlinsmad“, an den noch heute der Abteilungsname „Herrenwald“ erinnert, gehörte einst den Grundherren von Echterdingen. Dieser herrschaftliche Waldteil war von altersher vor Fremdnutzung, wie Viehweide und Streunutzung, geschützt. Dadurch konnte sich dieser prächtige Eichenbestand, der mittlerweile 180 Jahre alt ist, entwickeln. Durch Ablösung der Holzgerechtigkeiten im Schönbuch wurde der gesamte Herrenwald im Jahre 1820 der Gemeinde Echterdingen übereignet. Der übrige Teil des Echterdinger Waldes, der ehemalige Klosterwald Bebenhausen, war schon früher in den Besitz der Gemeinde übergegangen.
