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Eindrücke von der Baustelle Sportpark Goldäcker

Von der Vision zum Projekt

In den Annalen der Stadt finden sich erste Diskussionen über ein neues Sportzentrum bereits im Jahr 1986: Bei einem Sporthearing in der Filderhalle geht es um die künftige Sportstättenentwicklung. Kurz danach kursieren erste Ideen über eine zentrale, neue Sportstätte im Stadtteil Echterdingen - unter anderem auch auf dem Grund, auf dem der Sportpark Goldäcker nun steht. Doch infolge anderer Schwerpunkte und auch finanzieller Engpässe bleibt es zunächst bei den grundsätzlichen Überlegungen.

Erst im Jahr 2000 wird das Thema erneut aufgegriffen. Als mögliche Standorte werden eine Vielzahl von Varianten untersucht. Am Ende des Suchlaufes entscheidet sich der Gemeinderat auf der Basis der Handlungsempfehlungen des Büros Drees & Sommer aus Stuttgart für einen Neubau beim Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium.

Neubau in den Goldäckern

2001 beschließt der Gemeinderat den Bebauungsplan Sportanlagen Goldäcker und lobt einen Realisierungswettbewerb für die Sporthalle aus. Nach dem städtebaulichen Entwurf der Landschaftsarchitekten Freiraumplan Gienger & Schnizler aus Göppingen sollen eine neue Dreifach-Sporthalle, ein großer Rasen- und ein Kunstrasenplatz, ein Kleinspielfeld sowie weitere Spiel- und Freizeiteinrichtungen für Funsportarten entstehen.

Realisierungswettbewerb

Eindeutiger Wettbewerbssieger ist im Jahr 2002 das Büro D‘Inka Scheible Hoffmann Architekten aus Fellbach: Die Sporthalle ist in ihrem Grundkonzept überzeugend geplant, die inneren Beziehungen hervorragend gelöst.

Kunstrasenplatz und Baustopp

Im Freien rollen die Bagger an: Am 6. Juni 2002 ist der Erste Spatenstich für den Sportpark Goldäcker. Im ersten Bauabschnitt werden das Kunstrasenspielfeld, Laufbahn und Weitsprungeinrichtung 2002/2003 fertig gestellt. Wegen der schlechten Haushaltslage wird der Bau der Sporthalle auf die Zukunft verschoben. Parallel dazu stoppt der Gemeinderat die Sanierung des Hallenbads.

Fast schon die Quadratur des Kreises

Der Durchbruch gelingt im Sommer 2005, als Oberbürgermeister Roland Klenk alternative Konzepte für das Hallenbad Echterdingen und die Finanzierung des Großprojekts vorlegt. Seine Idee einer multifunktionalen Nutzung stößt auf breite Zustimmung: Das Hallenbad soll zur Multifunktionshalle mit flexibel gestaltbaren Veranstaltungssaal und Gymnastikräumen im Erdgeschoss sowie einem dreigruppigen Kindergarten im Obergeschoss umgebaut werden.

Neu gebaut werden soll eine behindertengerechte Sporthalle und ein Lehrschwimmbecken. Finanziert wird das Projekt aus dem Verkaufserlös des Filderstadions Echterdingen und aus Rücklagen der Stadt. Der Gemeinderat zieht mutig und mehrheitlich mit und ebnet dem Projekt zusammen mit dem eigens für den Sportpark Goldäcker gebildeten Ausschuss den Weg.

Vom Hallenbad zur Mehrzweckhalle

Von der bestechenden Idee bis zum tatsächlichen Beginn des Umbaus werden noch eine ganze Reihe von Varianten diskutiert. Realisiert wird die Multifunktionshalle dann als „Haus der Jugend und des Sports“ - mit einer Sport- und Festhalle samt Infrastruktur, Turn- und Gymnastikräumen im Erdgeschoss sowie Geschäftsstellen des Stadtjugendrings und der Mehrspartensportvereine im Obergeschoss.

Ein wettkampftaugliches Stadion

Von Mai 2007 bis Dezember 2008 werden das Rasenspielfeld mit Zuschaueranlage und das Kunstrasen-Kleinspielfeld mit Hochsprungeinrichtung fertiggestellt. Abgerundet wird das Sportangebot mit weiteren leichtathletischen Anlagen sowie Spielflächen für Kinder.

Baggerbiss für die Sporthalle

Am 9. August 2007 erfolgt der Startschuss für die neue Sport- und Schwimmhalle. Das Gebäude wächst zügig in die Höhe, sodass bereits nach acht Monaten Bauzeit am 4. April 2008 Richtfest gefeiert werden kann. Am 20. Februar 2009 wird das Sportzentrum offiziell eingeweiht. Auf insgesamt 16.755 Quadratmeter Fläche sind attraktive Sportanlagen für die Bürgerinnen und Bürger, für Schulen und Vereine entstanden. Rund 21 Mio. Euro hat das größte eigene Projekt in der Stadtgeschichte gekostet.

Renaturierung des Wegnestgrabens

Für den Bau des Stadions musste der bestehende Wassergraben verlegt werden; gleichzeitig wurden die Uferbereiche erweitert und naturnah gestaltet. Durch einen Schwenk nach Süden mündet er jetzt in den Kätherlesbrunnen, der als Ausgleichsmaßnahme für den Flughafenausbau bereits früher renaturiert wurde. Der Wegnestgraben entwässert die gesamte Sportanlage sowie das Dach der Sport- und Schwimmhalle.

 

Eindrücke von der Baustelle Sportpark Goldäcker

 

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