Prachtexemplare bei der Spritzkrauternte erwartet
Der Sommer 2012 hat sicher einiges zu wünschen übrig gelassen, doch die Leinfelden-Echterdinger Krautbauern sind sehr zufrieden mit Petrus. Die schwüle und feuchte Witterung wird ihnen eine Spitzen-Spitzkrauternte bescheren. Und die kürzer werden Tage tun ein Übriges, um aus den jetzt schon eindrucksvollen „Haible“ Prachtexemplare werden zu lassen. Das Kraut gehört zu der Familie der Kreuzblütengewächse. Bis zur Ernte ab Ende September kann ein Krautkopf leicht bis zu acht Kilogramm auf die Waage bringen.
26 Hektar umfasst die Krautanbaufläche in Leinfelden-Echterdingen. Das Wahrzeichen der Filder, das Spitzkraut, findet man jedoch nur noch auf rund drei Hektar, denn es macht bei der industriellen Verwertung wesentlich mehr Arbeit als das Rundkraut. Um den Fortbestand zu sichern, hat die international tätige Organisation Slow Food das Spitzkraut in ihre Liste der schützenswerten landwirtschaftlichen Produkte aufgenommen. Es gibt sogar Bestrebungen, das Spitzkraut als Marke eintragen zu lassen. Auch das Filderkrautfest trägt zum Anbau des feinen Gemüses bei.
Für das Filderkrautfest werden die Spitzkrautköpfe etwa zwei Wochen vor der Haupternte geschnitten: Auf dem Krautacker von Bauer Beck haben Oberbürgermeister Roland Klenk und die Vorsitzenden der Vereinsringe bereits Mitte September eigenhändig einen Berg schönster Spitzkrautköpfe geerntet. Im Hofladen des Landwirts wurden sie anschließend mit Hilfe einer fast schon antiken Maschine gehobelt. In den folgenden vier Wochen sorgen die Milchsäurebakterien dafür, dass das das Filderkraut zu Sauerkraut vergorenen wird. Rechtzeitig zum Filderkrautfestauftakt ist die Delikatesse genussbereit und bekommt von OB Klenk beim Krautabschmecken in Echterdingen den letzten Pfiff.


