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Die Kläranlage in Leinfelden-Echterdingen

Wasser, Abwasser und Wärme gehören zum Metier

135 Kilometer lang ist das Wasserversorgungsnetz, fast genau so lang ist das Kanalisationssystem, das die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen betreuen; seit 1976 sind sie ein Eigenbetrieb der Stadt. Durch die Wasserleitungen fließt Trinkwasser aus dem Bodensee. Die hohe Wasserqualität wird über ein ausgeklügelten Kontrollsystem aus Wasserproben und Rohrnetzüberwachung garantiert.

Die Entsorgung der häuslichen und industriellen Abwässer geht über die beiden eigenen Klärwerke Fleinsbach und Reichenbach sowie über Klärwerke in Stuttgart-Möhringen und Stuttgart-Plieningen, an denen die Stadtwerke vertraglich beteiligt sind. Dank einiger Regenüberlaufbecken können mehr als 90 Prozent des Regenwassers in Leinfelden-Echterdingen gespeichert und aufbereitet werden.

Links ein Klärbecken, rechts ein Teil des Hochbehälters

Blockheizkraftwerke im Energieverbund

Im Bereich Strom und Wärme haben die Stadtwerke zukunftsorientiert investiert: Zwei umweltfreundliche, effektive Heizungsanlagen beliefern seit Jahren die Häuser am Neuen Markt und im Gebiet Gärtlesäcker mit Wärme. Im Bereich Ludwig-Uhland-Schule, Hallenbad und Filderhalle wurde ein Heizungs- und Stromverbund geschaffen: Allein die gemeinsame Nutzung durch diese drei Einrichtungen ermöglicht bereits eine Reduzierung der CO2 -Emissionen in Höhe von rund 300 Tonnen pro Jahr.

In Zukunft soll der Wärmedirektservice für große Wohn- und Gewerbeobjekte weiter ausgebaut werden. Die Vorteile für die Gebäudeeigentümer: Die Stadtwerke übernehmen die Heizzentrale, gezahlt wird nur für die gelieferte Wärme, Kosten für die Herstellung, Unterhaltung, Wartung sowie die Erneuerung der Anlage fallen nicht an.

Landwirte und Stadtwerke ziehen an einem Strang

Schonend für Mensch und Umwelt produziert die Biogasanlage im Echterdinger Norden ab 2008 Wärme und Elektrizität. Betrieben wird die Hightech-Anlage als Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke und der Landwirtschaft. Die Energiegewinnung durch nachwachsende Rohstoffe bietet den Landwirten langfristige Absatzmöglichkeiten. Die aus dem Biogas gewonnene Elektrizität deckt den jährlichen Strombedarf von rund 800 Haushalten. Die entstehende Abwärme heizt kostengünstig als Fernwärme die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete.

Stromgewinnung vom Dach

37 städtische Gebäude wurden auf ihre Verwendbarkeit für die Elektrizitätsgewinnung aus Solarenergie durchleuchtet. Dabei wurden rund 24.000 Quadratmeter geeigneter Dachflächen ermittelt, auf denen Photovoltaikanlagen klimaneutral Strom produzieren könnten. Die Stadt will auch privaten Investoren die Nutzung kommunaler Objekte zur Stromgewinnung ermöglichen. Die Federführung übernehmen die Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen, die interessierte Bürgerinnen und Bürger auch gerne fachkundig und neutral beraten.

Stadtwerke am zentralen Standort Benzstraße

Die Integration des Baubetriebshofs sowie die Zusammenlegung des Betriebshofes der Wasserversorgung an der Benzstraße haben sich bewährt. Hier soll auch ein neues Gebäude für die Verwaltung der Stadtwerke für zusätzliche Synergieeffekte sorgen. Zentral verwaltet werden hier auch die Tiefgarage Zehntscheuer und die P + R-Anlagen an den S-Bahnhöfen, die von den Stadtwerken betrieben werden.

Nach Überzeugung der Verantwortlichen der Stadtwerke sollten Aufgaben der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger, für Handwerk, Gewerbe und Industrie in kommunaler Hand bleiben, die sich nicht der Gewinnmaximierung, sondern dem Grundsatz der Nachhaltigkeit und einer dauerhaft sicheren, qualitativ einwandfreien Versorgung und Entsorgung verpflichtet fühlt.

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