Ortsgeschichtlicher Rundgang durch Echterdingen
25. Die Hopfendarre
Hopfentrockenhaus, 1885 erbaut vom Schmied Christian Howald . Die Sonderkultur des Hopfenanbaus blühte in Württemberg zwischen 1850 und 1910. Sie wurde Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts in Echterdingen eingeführt und endete Mitte der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts. 1933 gab es noch zehn Bauern in Echterdingen, die auf einer Fläche von 76 Ar insgesamt 2615 Hopfenstöcke anbauten. Haupthandelsplatz des Hopfens war Nürnberg. Bereits 1893 wurde in Echterdingen ein Zweigverein des Deutschen Hopfenbauvereins gegründet. In Württemberg erreichte der Hopfenanbau im Jahr 1885 mit einer Anbaufläche von 7992 ha seinen Höchststand. "Das Hopfenzupfen erfolgte tagsüber in der Scheune oder Schuppen, doch stand man nicht an, abends dazu auch die Stube zu benützen: `Da saß dann alles, was zur Familie gehörte, Alte, Frauen, Kinder - die Männer hatten meist anderes zu tun - um große aufgebundene Büschel Hopfen herum und nahm Stück um Stück, Zweig um Zweig heraus und pflückte die Dolden ab ... keine schwere, aber eine langweilige Arbeit, die allerdings, wenn man so um die Büschel herum saß, durch Erzählen, durch allerlei Späße, besonders aber durch Singen unterhaltsam gemacht wurde.´"
Adresse
Obergasse 21
70771 Leinfelden-Echterdingen
