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Ortsgeschichtlicher Rundgang durch Echterdingen

21. "Schopf" beim "Dragoner-Haus"

Schweinestall (= Schopf) mit Trog und Abfluss; unter dem Dach Holzlager. Der Stall ist massiv gemauert, wohl frühes 19. Jahrhundert. Die Tiere standen auf einem Spaltenboden aus Holz. Die Jauche konnte nach unten abfließen, so dass die Tiere im Trockenen standen". "Schweine wurden bis ins 18. Jh. wenig gehalten. Der Schweinehirt führte die Schweine auf die Brache oder in den Wald (Eichel- und Buchelmast). Mit der Einführung der verbesserten Dreifelderwirtschaft und dem Anbau von Kartoffeln auf der Brache wurde die Schweinehaltung auf eine neue Grundlage gestellt. Kartoffeln bzw. Futtergerste wurden als Mastfutter eingesetzt. Im Königreich Württemberg wurde hauptsächlich das schwäbisch-hällische Schwein gehalten." (aus: "Hausgeschichten")

Die Schweinehaltung diente lange Zeit der bäuerlichen Selbstversorgung. Die Tiere ließen sich ohne viel Mühe und Kosten bis zum Schlachtfest im Winter durchbringen. Gefüttert wurden sie weitgehend mit Abfällen. Im 19. Jahrhundert nahm die Schweinezucht in Württemberg und ebenso in Echterdingen stark zu. In der Beschreibung des Amtsoberamts Stuttgart von 1851 heißt es: "Nicht unbedeutend und ebenfalls im Zunehmen begriffen ist die Schweinzucht; viele Landschweine, die bayerischen sind in neuerer Zeit nicht mehr gesucht, werden gemästet und theilweise auswärts verkauft." Im Jahr 1769 zählte man in Echterdingen 148 Schweine. Die Eberhaltung gehörte bis in die Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zu den Aufgaben der Gemeinde. In Echterdingen wurden auch bis Anfang/Mitte der 70er Jahre Schweinemärkte abgehalten. Karl Friedrich Stäbler (1860 - 1910), ein Besitzer des Hofs, diente bei den Württembergischen Königin-Olga-Dragonern in Ludwigsburg. Er gab Familie und Hof den Namen.

Adresse

Kleine Obergasse 20
70771 Leinfelden-Echterdingen

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