Ortsgeschichtlicher Rundgang durch Echterdingen
8. Chor der Kirche
Der hohe, spätgotische Chor wurde zwischen 1508 und 1510 aus Steinen der unteren Echterdinger Burg errichtet. Er hat innen ein schönes Netzgewölbe mit Schlusssteinen, welche die Gottesmutter Maria, die heilige Barbara und die heilige Katharina zeigen. In der Beschreibung des Amtsoberamts Stuttgart von 1851 heißt es: "Das Gebäude selbst hat ein alterthümliches, ehrwürdiges Aussehen; die Veränderungen, welche an dem Schiff vorgenommen wurden, fallen weniger in die Augen, weil der sehr hohe, ein halbes Achteck bildende Chor mit gotischen Fenstern noch in seiner ursprünglichen Gestalt erhalten ist, so daß die Kirche zu den schönsten im Bezirk gehört." Auf dem Chordach befand sich bis lange nach dem 2. Weltkrieg ein Storchennest, das bis 1936 von Störchen besetzt war. Die Störche waren sogar ein Wahrzeichen von Echterdingen. Ein alter Neckname für die Echterdinger war "Aiber" (= Adebar, alte Bezeichnung für Storch).
Adresse
Burgstraße
70771 Leinfelden-Echterdingen
