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Musberg gestern und vorgestern. Historische Fotografien

Redaktion: Dr. Bernd Klagholz, Iris Lächele
Veröffentlichungen des Stadtarchivs LE, Band 4
Leinfelden-Echterdingen 1997
120 Seiten mit 175 Fotos
17,50 Euro

Musberg im Wandel

Das Buch stellt das alte Musberg mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern im Bild vor. Die historischen Fotografien zeigen Straßenzüge und Gebäude, einzelne Familien und Persönlichkeiten aus dem Musberg vergangener Tage. Themen wie Schule und Arbeit, Mühlen und Verkehr, Feste und Feiern sind ebenso zu finden wie Fotos von Vereinen, die teilweise bis heute existieren. Bei den älteren Bürgerinnen und Bürgern wird das Buch viele Erinnerungen wachrufen, die Jüngeren können das frühere Musberg kennen lernen, Vergleiche zwischen damals und heute anstellen, die Entwicklung und die Veränderungen mit eigenen Augen nachvollziehen.

Der Großteil der gezeigten Fotografien stammt aus der Zeit zwischen 1900 und 1945, die ältesten gehen auf das Jahr 1870 zurück. Gerade in dieser Zeit hat Musberg wohl den tiefgreifendsten Wandel in seiner Geschichte durchgemacht: Es geriet in den Sog der benachbarten Landeshauptstadt und entwickelte sich von einer eher armen, kleinbäuerlich geprägten Gemeinde, deren Bewohner sich über Jahrhunderte hinweg oft mehr schlecht als recht von der Land- und Waldwirtschaft sowie dem Handwerk ernährt hatten, zu einer Wohngemeinde mit hohem Pendleranteil und eigener Industrieansiedlung.

Das Stadtarchiv hat mit Hilfe engagierter, geschichtlich interessierter Musberger Bürgerinnen und Bürger "Schatzsuche" vor Ort betrieben und einen reichen Fundus an kulturhistorisch wertvollen Fotografien aufgespürt. Interessant ist auch die Entstehung der Fotos, die verborgen in Alben und Zigarrenschachteln der Privathaushalte schlummerten: In Musberg war kein Fotograf ansässig. Die Familienportraits wurden überwiegend in Stuttgarter Ateliers aufgenommen und wirken durch die posenhafte Haltung für den heutigen Geschmack oft theatralisch. Die frühen Bilder von Gebäuden und Personen vor Ort stammen meist von Wanderfotografen. Erst mit der Erfindung des Rollfilms und der Handkamera Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Fotografieren allmählich auch für breitere Schichten möglich. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Ortsansichten von Musberg, die als Postkarten massenhaft verbreitet wurden.

Der Dank des Stadtarchivs gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre private Fotosammlung geöffnet und bei der inhaltlichen Bestimmung und Datierung des historischen Bildmaterials mitgewirkt haben, insbesondere den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt Leinfelden-Echterdingen, sowie den Sponsoren für die Unterstützung bei der Drucklegung.

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