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Stetten, Hof und Weidach - historische Fotografien

Redaktion: Dr. Bernd Klagholz
Veröffentlichungen des Stadtarchivs LE, Band 8
Leinfelden-Echterdingen 2001
179 Seiten, 190 Fotografien
19,50 Euro

Stettener Geschichte sichtbar gemacht

190 faszinierende historische Fotografien, ergänzt durch Geschichten und Anekdoten, vermitteln etwas von der Atmosphäre in den Weilern Stetten, Hof und Weidach in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Sie geben Einblick in das frühere Dorfbild und das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner, in ihren Alltag, ihr Arbeit und ihre Feste. Das Buch lässt eine alte Welt wieder aufleben, die es so nicht mehr gibt. Denn viele Gebäude sind inzwischen aus dem Ortsbild verschwunden, wie etwa das alte Rathaus von 1802 oder die alte Wallfahrts-Kapelle in Weidach, die 1938 abgebrochen wurde. Jahrhunderte alte, inzwischen ausgestorbene Handwerksberufe wie Schmied oder Wagner, leben in dem Buch wieder auf.

Fotografien sind das optische Gedächtnis des Industriezeitalters, dessen Auswirkungen auch in Stetten stark spürbar waren: Aus den bäuerlichen Weilern, in denen die Menschen meist in armen Verhältnissen lebten, wurde eine Wohngemeinde mit eigener Gewerbe- und Industrieansiedlung. Diese Entwicklung hatte sich bereits kurz nach 1900 angekündigt, als Stetten in den Sog von Stuttgart geriet, der größten Industriestadt des Landes. Zahlreiche Stettener pendelten zur Arbeit in die Landeshauptstadt, weil die Erträge aus der Landwirtschaft kaum ausreichten, um die Familien zu ernähren. Stetten wurde zum Arbeiterbauerndorf. Das Dorfbild jedoch hat sich in dieser Zeit trotz der veränderter Berufsstruktur nicht wesentlich gewandelt. Erst mit dem wirtschaftlichen und demografischen Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg kommt es auch hier zu einschneidenden Veränderungen.

Das erste Buch über Stetten seit fast 25 Jahren ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtarchivs und der Stettener Bürgerschaft. Den fotografischen "Quellenschatz" in Stetten, Hof und Weidach zu heben, war nicht immer einfach. Mehr als sechzig Personen waren an der Entstehung des Buchs beteiligt und haben im Lauf von zwei Jahren rund 400 Aufnahmen unterschiedlichster Herkunft zusammen getragen. Der größte Teil der Bilder wurde zwischen 1900 und 1945 fotografiert, die älteste Aufnahme stammt aus dem Jahr 1875.

Der Dank des Stadtarchivs gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre private Fotosammlung geöffnet und bei der inhaltlichen Bestimmung und Datierung des historischen Bildmaterials mitgewirkt haben, insbesondere den Herren Albrecht Koch und Karl Steck.

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