Die Nähe zu Mailand prägt
Gut 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt Voghera. Damit ist sie die drittgrößte Stadt in der Provinz Pavia. Die bisher landwirtschaftlich geprägte Kommune in der Po-Ebene befindet sich auf dem Weg zur Industrialisierung. Ihre kommunalpolitische Situation ist wegen der Nähe zum nur 40 Kilometer entfernten Mailand teilweise vergleichbar mit der Leinfelden-Echterdingens.
Ursprünglich ist Voghera eine ligurische Gründung. Danach kam die Siedlung unter die Herrschaft der Etrusker und der Gallier. Später gehörte sie zum Besitz Roms.
Sehenswertes
Die Kathedrale San Lorenzo (1605 - 1611) erhebt sich majestätisch auf der von Arkaden umgebenen Piazza del Duomo. Der Grundriss der Kathedrale hat die Form eines griechischen Kreuzes. Das dreischiffige Bauwerk wird von einer mächtigen Kuppel gekrönt.
Die Kirche Sant'Ilario und San Giorgio, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das romanische Bauwerk ist heute Gedenkstätte der italienischen Kavallerie. Seit 1956 ist sie wieder für den Gottesdienst geöffnet.
Einen Besuch wert ist auch das Schloss von Voghera mit seinem rechteckigen Eingangsturm. Einige Teile des Gebäudes haben die Visconti im 14. Jahrhundert angebaut.
Das städtische Theater (1842) begeistert auch von außen mit seiner neoklassizistischen Fassade und den ionischen Säulen. Im historischen Museum sind Zeugnisse der italienischen Einigungsbewegung und der beiden Weltkriege ausgestellt.
Nicht versäumen sollten Sie einen Ausflug in die Umgebung von Voghera: Von der Po-Ebene mit ihrem fruchtbaren Boden, auf dem Getreide, Gemüse und Obst gedeihen, geht die Landschaft über in sanftes Hügelland, auf dem exquisite Weine angebaut werden. Zum Apennin hin wird die Gegend rauer. Der Apenninkamm, der die Grenze der Provinz Pavia markiert, steigt bis in eine Höhe von 1700 Metern an. Hier wechseln sich Viehweiden mit Eichen- und Buchenwälder ab.



