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Bewerbung für die Landesgartenschau 2010/2012

"Zwischenräume" standen im Zentrum des Bewerbungskonzepts für die Landesgartenschau 2010/2012 in Leinfelden-Echterdingen. Zwar hat Leinfelden-Echterdingen nicht den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesgartenschau bekommen, das Konzept bleibt aber dennoch richtungweisend für die Stadt: Denn in der polyzentralen Siedlungsstruktur sind die Zwischenräume die zukunftsfähigen Räume der Stadt. Sie legen die Siedlungsränder fest und definieren die Landschaftsräume. Sie dienen der Naherholung, der landwirtschaftlichen Produktion und sind Treffpunkte für Sport, Spiel und Freizeit.

In den Räumen zwischen den Stadtteilen, den Bahnhöfen, den Acker- und Wiesenflächen, zwischen Bach und Schiene will Leinfelden-Echterdingen vielfältige Themen aufgreifen und nachhaltige Verbindungen herstellen. Mehr als 18 Hektar der insgesamt 32 Hektar großen  Ausstellungsfläche sollen auch nach der geplanten Landesgartenschau dauerhaft für die Bevölkerung erhalten bleiben. Die Investitionskosten werden mit 7.67 Mio. Euro veranschlagt.

Nach den Plänen der Stadtverwaltung sollen sich die "Zwischenräume" zu einer grüne Achse quer durch die Stadt vereinen: Ein frei zugänglicher Weg verbindet den Grünzug Leinfelden auf dem alten Bahndamm nach Musberg und ins Siebenmühlental mit einem Portal der geplanten Landesgartenschau, dem westlichen Haupteingang Leinfelden. Eine Living Bridge führt über die Bahngleise zum neuen  Stadtpark Leinfelden mit einer neuen Stadtbahn-Haltestelle, einem Biergarten, und dem Landespavillon, der später als Jugendhaus genutzt werden soll. Ein Festplatz, größere Spiel- und Freizeitanlagen, Wasserflächen in artifizieller Form, Ausstellungshallen und Gärten aus den Partnerstädten komplettieren den Park zur S-Bahn. 3,6 Hektar des Geländes sollen dauerhaft als Stadtpark erhalten bleiben.

Im Zentralbereich zwischen Leinfelden und Echterdingen schließen sich 12 Hektar temporäre Ausstellungsfläche an: Schaufelder mit Wechselpflanzungen und Themengärten, Kulturfelder und Blumenwiesen, Bahndamm-Separees mit Hecken und Stauden, Gemüse und Zierpflanzen für Haus- und Kleingärten, Streuobstwiesen und Naturschutzflächen sowie vielfältige Informationen über das ganze Ausstellungsgelände. Die Flächen werden nach der Landesgartenschau wieder landwirtschaftlich genutzt.

Die Spiel- und Grünachse Echterdingen als zweites Portal zur geplanten Landesgartenschau, dem östlichen Haupteingang Echterdingen, bietet gute Flächen- und Wegeverknüpfungen in Anbindung an das neue Wohngebiet Aicher-Weg, das bis 2010 größtenteils fertig gestellt sein wird, und an die bereits vorhandene Grünflächen und Wege bis zum zentralen Omnibusbahnhof Echterdingen. Vielfältige Spielmöglichkeiten in Verbindung mit dem vorhandenen Reiterhof,

ein kommunales Umweltinformationszentrum sowie Infostände der Naturschutzverbände und ein Backhaus der Landfrauen sind hier ebenfalls mit ausgewiesen. 5,2 Hektar der Grünachse Echterdingen sollen dauerhaft in der Zukunft genutzt werden.

Auf Nachhaltigkeit sind auch die Projekte außerhalb des umzäunten Ausstellungsgeländes ausgelegt. Dazu zählt die Renaturierung des Erlenbrunnens ebenso wie die dezentrale Orte inmitten der Landwirtschaft, Grüne Zimmer mit Landartskulpturen entlang des Alten Bahndamms und Gärten der Ruhe und des Lärms, die auf dem bereits vorhandenen grünen Hügel am Rand der Autobahn A8 angelegt werden. Dazu zählt auch der ökologische Planungsansatz im Wohngebiet Aicher Weg und im Wohngebiet Hinterwiesenäcker in Leinfelden . Synergieeffekte der geplanten Landesgartenschau werden auch für die Sanierungsgebiete "Westlich der Max-Lang-Straße" in Leinfelden und "Waldhorn" in Echterdingen erwartet.

Der öffentliche Nahverkehr bildet das Rückgrad für die Erschließung der geplanten Landesgartenschau: Mit S-Bahn, Bus und Stadtbahn gelangt man bequem zu den beiden Haupteingängen. Dazu kommen ausreichend dezentrale Parkplätze in Echterdingen und Leinfelden, die schnell von der Autobahn A 8 und der Bundesstraße B 27 erreichbar sind.

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