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Bodenrichtwerte Leinfelden-Echterdingen zum 31.12.2016

Der Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten und für sonstige Wertermittlungen bei der Stadt Leinfelden-Echterdingen hat gemäß § 193 Abs. 5 und § 196 Baugesetzbuch (BauGB), § 12 der Gutachterausschussverordnung, § 10 der Immobilienwertermittlungsverordnung und auf Grundlage der Bodenrichtwertrichtlinie die Bodenrichtwerte im Stadtgebiet Leinfelden-Echterdingen zum Stichtag 31.12.2016 ermittelt und am 22.06.2017 beschlossen.

Neue Bodenrichtwerte – und auf was sie sich beziehen

Die beschlossenen Bodenrichtwerte werden hiermit gemäß § 196 Abs. 3 BauGB in Verbindung mit § 12 Abs. 3 der Gutachterausschussverordnung veröffentlicht. Die Werte gelten grundsätzlich für baureife, unbebaute und erschließungsbeitragsfreie Grundstücke. Sofern sich der Bodenrichtwert auf einen anderen Entwicklungszustand oder auf den sanierungsbeeinflussten Zustand bezieht, ist dies in der Bodenrichtwertkarte entsprechend gekennzeichnet (Bauerwartungsland: E / Rohbauland: R / sanierungsbeeinflusst: SB).

Bei den Bodenrichtwerten für Flächen der Land- und Forstwirtschaft ist der Aufwuchs enthalten. Im Außenbereich sind eventuelle Bauerwartungen, die in einzelnen Flächen vorhanden sein können, im Bodenrichtwert nicht enthalten. Die Bodenrichtwerte beziehen sich auf typische Werte für landwirtschaftliche Flächen. Soweit sich der Bodenrichtwert auf den Entwicklungszustand „Bauerwartungsland“ bezieht, ist dieser entsprechend gekennzeichnet (E).

Die Bodenrichtwerte können Sie in der Bodenrichtwertkarte  (Stand 31.12.2016) einsehen.

Die Bodenrichtwerte werden vom Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten und sonstige Wertermittlungen zum nächsten Stichtag (31.12.2018) neu ermittelt und im 1. Halbjahr 2019 bekannt gegeben.

Wie ist der Bodenrichtwert genau definiert?

Der Bodenrichtwert (§ 196 Abs. 1 BauGB) ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwertzone), die nach ihren Grundstücksmerkmalen, insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit weitgehend übereinstimmen und für die im Wesentlichen gleiche allgemeine Wertverhältnisse vorliegen (Ziffer 2 der Bodenrichtwertrichtlinie).

Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks sowie auf die in der Bodenrichtwertkarte angegebene bauliche Nutzung und wertrelevante Geschossflächenzahl. Der tatsächliche Bodenwert eines konkreten Grundstücks kann auf Grund von Abweichungen in den wertbeeinflussenden Grundstücksmerkmalen unter Umständen erheblich vom Bodenrichtwert abweichen.

Bodenrichtwerte haben keine bindende Wirkung und ersetzen kein Gutachten. Verkehrswerte können nur durch Gutachten ermittelt werden. Bei Bedarf können Antragsberechtigte nach § 193 Abs. 1 BauGB ein Gutachten des Gutachterausschusses beantragen.

Bei der Ermittlung der Bodenrichtwerte werden individuelle privatrechtliche Vereinbarungen und Belastungen, individuelle öffentlich-rechtliche Merkmale wie etwa Baulasten und Denkmalschutz, sowie individuelle tatsächliche Belastungen wie z. B. Altlasten nicht berücksichtigt.

Ansprüche gegenüber den Trägern der Bauleitplanung, den Baugenehmigungs- oder den Landwirtschaftsbehörden können weder aus den Bodenrichtwerten, den Abgrenzungen der Bodenrichtwertzonen bei zonalen Bodenrichtwerten noch aus den sie beschreibenden wertbeeinflussenden Grundstücksmerkmalen abgeleitet werden.

Weitere Informationen und Unterlagen

Nach § 196 Abs. 3 BauGB kann jedermann Auskunft über die Bodenrichtwerte von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses  erhalten. Die Bodenrichtwertkarte kann zudem bei der Geschäftsstelle in Echterdingen, Bernhäuser Straße 13, Zimmer 11, jederzeit eingesehen werden und ist für 35 Euro in Papierform sowie digital erhältlich. Telefonische Auskunft erhalten Sie unter 0711 1600-736 (Frau Vanessa Hirsch) und unter -738 (Frau Sophia von Friedolsheim).