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Winterdienst: Haupt-Radrouten werden integriert

Seit 1. November ist der städtische Baubetriebshof einsatzbereit. Letzte Woche fielen die ersten Flocken, und die Streufahrzeuge rückten aus. Geräumt und gestreut wird gemäß Winterdienstplan in drei Prioritäten. Grob gesagt, sind zuerst die Hauptverkehrsstraßen dran, dann steile Straßen und Gewerbegebiete. Nur im Bedarfsfall, etwa bei starkem Schneefall oder Blitzeis, werden „drittrangige“ Straßen geräumt und gestreut.

Weißes Fahrradsymbol, der auf der Straße ein Radweg markiert.

Zu diesen gehören künftig auch Haupt-Radrouten außerhalb geschlossener Ortschaften, also wichtige Verbindungsstrecken. Da immer mehr Berufspendler ganzjährig Rad fahren, waren entsprechende Anfragen von Bürgern und vom ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club gekommen.

Es sind die Strecken:

  • Unteraicher Weg, zwischen Musberg und Oberaichen
  • Alter Bahndamm, zwischen Leinfelden und Echterdingen
  • Zeppelinstein, zwischen Echterdingen und Bernhausen
  • Parallelweg zur K 1226, zwischen Echterdingen und Stetten

Die durchschnittlichen Kosten je Streukilometer betragen 65 Euro/km. Die Mehrkosten betragen damit in einem durchschnittlichen Winter 11.500 Euro.

Der Beschluss fand im Gemeinderat allerdings nicht nur Befürworter – er fiel im September bei sechs Gegenstimmen und drei Enthaltungen. Die Freien Wähler hatten sich gegen diese Regelung ausgesprochen: Das Risiko bestehe, dass Radfahrer dann, wenn (noch) nicht gestreut ist, dennoch von einem sicheren Radweg ausgehen.

Außerdem gebe es viele ungestreute Gehwege, man müsse auch an die Fußgänger denken, hatten Stradträtin Zöllmer (CDU), Stadträtin Moosmann (Freunde der Filderpiraten) und Stadtrat Haug (L.E. Bürger/FDP) zu bedenken gegeben.