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Zwischenstand: Sanierungsgebiet „Historische Mitte Echterdingen“

Die geplante Sanierung der historischen Mitte von Echterdingen – in etwa das Gebiet zwischen Garten-, Bernhäuser-, Filderbahn-, Hauptstraße und Lehmgrubenweg – hat einen weiteren Meilenstein erreicht: Vertreter der für die sogenannten vorbereitenden Untersuchungen vom Gemeinderat beauftragten Planungsbüros legten nun dem Technischen Ausschuss vor der Sommerpause einen aktuellen Zwischenbericht vor.

Ein wichtiger Verbindungsweg zwischen historischem Ortskern und der S-Bahn-Haltestelle „Echterdingen“: die Burgstraße | Foto: Stadt

Dessen Grundlage ist die vom Büro Citiplan über die letzten Monate durchgeführte Bestandsanalyse, in der Gebäude, Flächen, Plätze und Straßen vor Ort unter die Lupe genommen wurden, um deren Zustand einzuschätzen. Das Zwischenfazit: Viele im rund 12 Hektar großen künftigen Sanierungsgebiet sind baufällig, an jedem vierten Gebäude seien Mängel sichtbar, sagte Albrecht Reuß von Citiplan. Zu den städtebaulichen Defiziten gehörten v.a. unattraktive Wegeverbindungen, an deren Optimierung und Barrierefreiheit gearbeitet werden müsse, etwa in der Burgstraße als bedeutende Verbindungsachse zum S-Bahnhof.

Auf der Agenda sollten daher (so auch die Impulse von Bürgern und Gewerbe bei Runden Tischen und Stadtspaziergängen) die gezielte Verbesserung der öffentlichen Straßen und Plätze stehen, genauso wie Schaffung eines lückenlosen Fahrrad- und Fußwegsnetzes. Dazu gehöre die Belebung der Ortsmitte durch ansprechende Freiräume, die zum Bummeln, Verweilen und Spazierengehen einladen, sprich: eine hohe Aufenthaltsqualität, zu der eben auch die Sicherung der historischen Bausubstanz, des „historischen Schatzes“, so Reuß, rund um den Kirchplatz und Stephanuskirche (etwa auch die Rathaus-Modernisierung) einen Beitrag leisten soll.

Das Land hat bereits 1,8 Mio. Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ zugesagt; die Stadt übernimmt 1,2 Mio. Euro – die erste Gesamtfördertranche liegt also bei 3 Mio. Euro. Die voraussichtlichen Sanierungskosten belaufen sich unter dem Strich auf 7,4 Mio. Euro. Es ist üblich, dass zum Start eines Projekts mit einer geplanten Sanierungszeit von 10 Jahren zunächst nur ein Teil des Förderantrags bewilligt wird. Eine Mittelaufstockung und Projektverlängerung könnten jedoch beantragt werden, so Arun Gandbhir von Steg Stadtentwicklung. Daneben betonte er, dass die Eigentümer und Bewohner, mit denen er sich im Dialog befindet, die Sanierungsmaßnahme begrüßten und ihre Mitwirkungsbereitschaft signalisierten. 27 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, ihr Gebäude zu sanieren, abzubrechen oder zu verkaufen.

Im September will der Gemeinderat die Abgrenzung des Sanierungsgebiets und die Fördermodalitäten für private Modernisierungen festlegen. Mit der Sanierungssatzung per Gemeinderatsbeschluss würde die Sanierung dann offiziell freigegeben.