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U5-Verlängerung bis Markomannenstraße

Die Planung läuft. Im kommenden Jahr werden der Gemeinderat sowie der Kreistag die Beschlüsse fassen, sodass im zweiten Quartal die Planfeststellung eingereicht werden kann. In rund eineinhalb Jahren Bauzeit kann dann die Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 bis zum neuen Endhaltepunkt „Neuer Markt“ in Angriff genommen werden. Gegen Ende 2020 könnten die ersten Bahnen fahren.

Außenansicht der Stadtbahn U5 am Bahnhof Leinfelden

Bei 4 Mio. Euro plus 500.000 Euro Planungskosten lag der Kostenvoranschlag von 2011. Das wird inzwischen nicht ausreichen. Vom Verkehrsministerium liegt jedoch die Zusage für eine 75-prozentige Förderung für den damaligen Planungsumfang vor; darüber hinausgehende Maßnahmen – vorgesehen ist jetzt ein Wechselgleis, auf dem die Züge die Fahrtrichtung wechseln können, sowie der Umbau der Unterführung Schützenweg/Max-Lang-Straße – werden mit 50 Prozent gefördert.

Dr. Volker Christiani, Leiter Stabsbereich Planung der SSB, hat die Linienführung im Gemeinderat erläutert: eine 450 Meter lange zweigleisige Trasse – ein „Magerwiesengleiskörper“ und somit ökologisch wertvoll – soll es werden, rund 430 Meter entfernt von der derzeitigen Endhaltestelle. Der neue Bahnsteig liegt westlich des Neuen Marktes zwischen den beiden Gleisen.

Bisher endet die U5 parallel zur S-Bahn auf Höhe Bahnhof-/Marktstraße, und damit doch ein Stück weit weg vom Neuen Markt. Mit der Verlängerung wird die Ortsmitte besser angebunden. Einzugsgebiet wird außerdem das künftige Wohngebiet Schelmenäcker sein.

Die von Stadt und Gemeinderat angestrebte Weiterführung nach Echterdingen sei „angedacht“, sagte Christiani. Allerdings werde aus Sicht der SSB die Stadtbahnlinie U6 mit Anbindung an Messe und Flughafen künftig „die Hauptlinie“ sein.