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Radschutzstreifen in Leinfelden

In der Stuttgarter Straße und in der Rohrer Straße wurden Radschutzstreifen aufgebracht. Während des Umbaus der Filderhalle bis voraussichtlich Ende 2018 wird auf der Stuttgarter Straße auch der Schulradweg zu den Immanuel-Kant-Schulen und zur Ludwig-Uhland-Schule geführt. Der Weg zurück im Abschnitt von den Kant-Schulen bis zur Geranienstraße wird allerdings auf dem Gehweg geführt.

Weiße Radschutzstreifen auf der Stuttgarter Straße in Leinfelden

Markierungen wie die sogenannten Schutzstreifen gelten als besonders sicher. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird zudem die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h in der Stuttgarter Straße zwischen den beiden Kreiseln Musberger Straße und Rohrer Straße reduziert.

Schutzstreifen am rechten Rand der Fahrbahn sind durch gestrichelte Linien und Fahrradpiktogramme markiert. Radfahrern wird dadurch mehr Platz eingeräumt, da sich Autofahrer dann stärker zur Mitte der Fahrbahn orientieren. Eine Nutzungspflicht der Schutzstreifen für Radfahrer gibt es aber nicht.

Unsicher sind Autofahrer oft, ob sie auf dem Schutzstreifen fahren dürfen. Grundsätzlich gilt: nein. Den Schutzstreifen darf man nur dann befahren, wenn dies unbedingt notwendig ist, weil z.B. ein Lkw oder Bus entgegenkommt und es zu eng wird, um aneinander vorbeizukommen – Radfahrer dürfen dabei aber nicht gefährdet werden! Auf Schutzstreifen darf generell auch nicht geparkt werden. Halten bis zu drei Minuten ist zulässig.

Schutzstreifen gelten für Radfahrer als sicherer, weil das Bewusstsein der Autofahrer, hier mit Radfahrern rechnen zu müssen, gestärkt wird. Radfahrer werden auf der Fahrbahn besser wahrgenommen. Das gilt besonders in Kreuzungsbereichen und bei Grundstückzufahrten. Auf Radwegen sind Kreuzungen und Einmündungen nämlich die häufigsten Unfallorte.

Schutzstreifen dürfen nur in eine Richtung befahren werden. Auch das reduziert die Unfallgefahr, denn Radfahrer, die in die falsche Richtung fahren, sind überdurchschnittlich oft an Unfällen beteiligt, weil mit ihnen an Kreuzungen und Einmündungen in der Regel nicht gerechnet wird. Und auch Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern, wie beispielsweise bei getrennten oder gemeinsamen Radwegen, werden vermieden.

Wichtig: Unabhängig von der Markierung des Schutzstreifens muss ein Autofahrer beim Überholen des Radfahrers den Mindestseitenabstand von 1,5 m einhalten – zum Radfahrer! Im Zweifel muss man hinter dem Radler bleiben und warten. Für Radfahrer gilt dasselbe: Sie sollten ebenfalls 1,5 m Abstand einhalten, wenn sie ein Auto überholen. Für beide Seiten gilt: Mit Rücksicht geht es entspannter und gefahrloser.