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Neues Teilstück der Max-Lang-Straße ist offiziell freigegeben

Am vergangenen Freitag war es soweit: Bei strahlendem Sonnenschein und mit musikalischer Umrahmung zweier Schülerbands der Ludwig-Uhland-Schule hat Erste Bürgermeisterin Eva Noller den neuen Teil der Max-Lang-Straße im „Schelmenäcker“ in Betrieb genommen.

Von links: Gerhard Schwenk (Fa. Schwenk), Stefan Euchner (Fa. Euchner), MdB Michael Hennrich, EBM Eva Noller, Daniel Ludin (Fa. JW Froehlich), Carlheinz Weitmann (IWV) und BM Dr. Carl-Gustav Kalbfell zerschnitten das Band und gaben damit den neuen Teilabschnitt frei.

Sie hieß die Gäste – unter ihnen Vertreter aus lokaler Wirtschaft und Baugewerbe, Politik, Verbänden und Stadtverwaltung, herzlich willkommen und erinnerte: „Es ist noch gar nicht lange her, genauer gesagt am 7. März 2016, dass wir hier standen und gemeinsam mit dem Spatenstich den Startschuss für die Erschließungsbauarbeiten gegeben haben. Mit der Fertigstellung dieser Max-Lang-Straße wird das ca. 5,5 Hektar große Stadtgebiet als neues Quartier und als Ergebnis eines langen Prozesses sichtbar“, freute sich die Baubürgermeisterin.

Die erste große Baumaßnahme für das Gebiet „Schelmenäcker“ ist fertig. Weitere Planungen laufen schon auf Hochtouren.

Wir blicken zurück: Im Jahr 2008 beauftragte der Gemeinderat die Bauverwaltung, eine Erweiterung des Sanierungsgebiets „Westlich der Max-Lang-Straße“ zu untersuchen, mit dem Ziel, die sich aus der Verlegung der Max-Lang-Straße ergebenden städtebaulichen  Möglichkeiten besser zu nutzen. Schnell zeigte sich hier die Chance, einen baulich und landschaftlich neu definierten Ortsrand mit einer Abrundung des bestehenden Gewerbegebiets zu verbinden – und: zusätzliche hochwertige Gewerbeflächen mit guter Erschließung und gleichzeitig in naturnaher Lage zu schaffen. Die entsprechende Fortschreibung des Rahmenplans sowie die Änderung der Sanierungssatzung hat der Gemeinderat deshalb im Jahr 2010 auch förmlich beschlossen.

„Dass bis zum heutigen Tag auf der Grundlage des Bebauungsplans noch einmal über sechs Jahre ins Land gingen, ist vor allem den schwierigen Grundstückserwerbsverhandlungen geschuldet, die nicht nur einmal auf der Kippe standen“, so Noller. Waren die Erwerbskosten auch durch die Lage im Sanierungsgebiet gedeckelt, mussten dennoch Stadt und Grundstückseigentümer alle verbliebenen Spielräume nutzen, um das Vorhaben schließlich doch noch zu ermöglichen. Umso erfreulicher sei es, „dass die umfangreichen Bauvorhaben jetzt sogar vor dem festgelegten Fertigstellungstermin abgeschlossen werden konnten“.

Baukosten der Straßenverlegung

Die Kosten für die Verlegung der Max-Lang- Straße mit einer Länge von 530 Metern und die Verbindung zur Kohlhammerstraße  belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Euro. Hinzu kommen Kosten für die Verlegung und Teilrenaturierung des Erlenbrunnengrabens in Höhe von ca. 0,5 Mio. Euro. Die Aufwendungen der Stadtwerke Leinfelden-Echterdingen für den Bau von Schmutzwasserkanälen, Leitungen für die Wasserversorgung und ein modernes Glasfasernetz liegen bei weiteren 1,1 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden das bestehende Gasnetz sowie die Strom- und Telekommunikationsleitungen erweitert.

Die Planungen laufen weiter

Die Basis für Folgemaßnahmen von Stadt und privaten Investoren in den kommenden Jahren ist gelegt: Gewerbebetrieben können 2,5 ha Bauflächen in zentraler Lage angeboten werden. Auf der 1,4 ha großen Mischgebietsfläche will man in den nächsten zwei, drei Jahren über 200 Wohnungen bauen – „ein lebendiges Quartier soll entstehen“, sagte Noller, „in einer Mischung aus hochpreisigem Wohnraum, Eigentumsbildung für unterschiedliche Generationen und gefördertem Mitwohnungsbau“. Mit dem Neubau des Jugendhauses Areal und einer Kita werden zwei wichtige öffentliche Einrichtungen geschaffen.

Die Weiterführung der U5 zur neuen Haltestelle „Neuer Markt“ wird das Gebiet noch näher an den ÖPNV anbinden. Der Bau der Freianlagen mit Quartiersplatz, Pausengärten, Streuobstwiesen und dem Rückbau des alten Abschnitts der Max-Lang-Straße soll das neue Stück Stadt ergänzen. Die Erweiterung des Stiftungsgebäudes JW Fröhlich mit großem Schaudepot verspricht zusätzliche kulturelle Akzente in LE zu setzen.