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Neues Anmeldeverfahren zur Schulkindbetreuung

Ab dem Schuljahr 2018/2019 gelten in Leinfelden-Echterdingen neue Richtlinien für das Anmeldeverfahren in der Schulkindbetreuung. Wie in allen Bereichen der Kinderbetreuung herrscht auch in der Schulkindbetreuung eine große Platznachfrage. Zudem rücken die schon im Kindergarten betreuten Kinder allmählich in die Schulen nach. Gesetzliche Vorgaben gibt es aber nur im Hortbereich.

Außenfassade des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Leinfelden

Elternvertreter, Betreuer, Mitglieder des Gemeinderates und des Fachamtes haben sich deshalb in zwei Workshops getroffen und neue Richtlinien gemeinsam erarbeitet. Der Verwaltungs-, Kultur- und Sozialausschuss hat diesen zugestimmt.

Wie bisher muss ein Nachweis des Arbeitgebers für die Berufstätigkeit der Eltern vorgelegt werden. Der gemeinsame Beschäftigungsumfang muss bei mindestens 150 Prozent liegen. Über Ausnahmen, etwa bei Schichtarbeit, kann im Einzelfall entschieden werden.

Individuell kann auch die Betreuungszeit gewählt werden: Gebucht werden können ein bis fünf Tage, aber auch einzelne Betreuungstage sind künftig möglich. Die bisherigen Bausteine „ein bis zwei Tage“ oder „vier bis fünf Tage“ entfallen damit. Dies biete Eltern „mehr Flexibilität“, sagte Ingrid Krebs vom Amt für Schulen, Jugend und Vereine. Die Entgeltregelung werde entsprechend geändert, allerdings erst im kommenden Jahr, wenn ohnedies die Gebühren gemäß den Empfehlungen des Städte- und Gemeindetages angehoben werden.

Die Abholzeiten werden künftig auf 13, 14, 16 und 17 Uhr gelegt. Die Abholzeit um 15 Uhr entfällt. Dies habe pädagogische Gründe, sagte Ingrid Krebs: „Die Betreuer sollen mit den Kindern zwei Stunden am Stück etwas machen können und nicht ständig unterbrochen werden.“

Dies bekräftigte Stadtrat Armbruster (Grüne). Eine Verbesserung sei es, dass Eltern künftig nur noch die tatsächliche Betreuungszeit bezahlen müssen und die bisherigen Zwei-Tages-Regelungen entfallen.

Wenn das Kind aber einen 16-Uhr-Kurs z.B. in einem Verein besuche, werde man es trotzdem abholen müssen, gab Stadträtin Skudelny (LE Bürger/FDP) zu bedenken.

Gestrichen wurde auf Anregung von SPD-Stadtrat Zellmer der Hinweis im Anmeldeformular, dass alle zwei Jahre die Arbeitsbescheinigung vorgelegt werden muss. „Das schafft nur unnötigen Verwaltungsaufwand.“