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Kriminalitätsbericht: LE ist noch sicherer geworden

Die Polizei hat im Gemeinderat das Kriminalitätslagebild 2016 von Leinfelden-Echterdingen vorgestellt. „Die Gesamtfallzahl ist in den letzten Jahren in LE zurückgegangen“, sagte Thomas Pitzinger, Leiter des Polizeireviers in Filderstadt, das für den Polizeiposten in LE zuständig ist, und dem seit 1. September diesen Jahres Polizeihauptkommissar Andreas Hofbauer vorsteht.

Luftbildaufnahme von Leinfelden-Echterdingen

Insgesamt wurden im Jahr 2016 im Stadtgebiet Leinfelden-Echterdingen (ohne Flughafen und Messe) 1.505 Straftaten erfasst. 2015 waren es 1.559, ein Rückgang von -3,6 Prozent bzw. 54 Fällen.

Die Kriminalitätsbelastungszahl – das sind die Straftaten hochgerechnet auf fiktive 100.000 Einwohner pro Stadt, ein Vergleichswert – liegt bei 3.846 (2015: 4.074) und damit deutlich unter Landes- und Landkreisdurchschnitt. Die Aufklärungsquote liegt bei 57,2% Prozent (2015: 53,9%), demzufolge konnten 860 Fälle aufgeklärt werden. Mit 1.505 Straftaten ist LE im Vergleich zu Nürtingen (2.766 Straftaten), Kirchheim/Teck (2.659 Straftaten), Filderstadt (1.992) und Ostfildern mit 1.698 in der Fallzahlstatistik am sichersten.

Im Landkreis Esslingen ist die Kriminalität um 2.043 Straftaten auf insgesamt 25.936 angestiegen, die Aufklärungsquote beträgt hier 62,0 Prozent; die Kriminalitätsbelastungszahl liegt bei 4.948. In Baden-Württemberg ist die Fallzahl gesunken, die Aufklärungsquote bleibt mit 60,2 Prozent auf Vorjahresniveau.

In LE zugenommen haben u. a. Straftaten gegen das Leben, einfache Körperverletzung, schwere Körperverletzung, Raubdelikte, Fälschungsdelikte, Sachbeschädigungen, sowie Verstöße gegen das Asylgesetz und das EU-Freizügigkeitsgesetz. Ein Rückgang zeichnet sich hingegen ab bei Sexualdelikten, bei Diebstahl ohne erschwerende Umstände, Diebstahl unter erschwerenden Umständen (u. a. Wohnungseinbruchsdiebstahl, Einbruch in Büro-, Werkstatträume, in Warenhäuser oder Verkaufsräume), bei Waren-, Warenkreditbetrug sowie bei Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Pitzinger zeigte sich insgesamt zufrieden: LE hat die geringste Kriminalitätsbelastung im Vergleich zu ähnlich großen Städten und einen deutlichen Rückgang bei Wohnungseinbrüchen zu verbuchen (-44,7%). Hierum habe die Polizei sich verstärkt gekümmert. „Über die Hälfte der Fälle sind im Versuchsstadium stecken geblieben.“ Die Präventionsmaßnahmen, zu denen sie der Bevölkerung rät, zeigten Wirkung. „Da werden wir nicht nachlassen“, so der Revierleiter.