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Helle Fassade für Verwaltungsneubau der Stadtwerke

Eine helle oder eine dunkle Hülle? Der Stadtwerkeausschuss entschied sich für eine helle Fassade am Neubau des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke. „Freundlicher und eleganter“, so der einhellige Tenor der Ausschussmitglieder, wirke das Gebäude damit.

Architekten-Enwurf des neuen Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke
Zeichnung: LIMA*

Der Entwurf stammt vom Stuttgarter Architekturbüro LIMA*. Mitarbeiterin Lisa Bogner erläuterte die Varianten mit silberfarbigen oder aber anthrazitfarbenen Aluminiumpaneelen. Die Paneelen, die zur Lüftung der Räume mit Dreh- und Kippflügel versehen werden, wechseln sich ab mit Festverglasung mit integriertem Sonnenschutz; vom ursprünglichen Gedanken eines komplett gläsernen Kubus war man abgekommen, denn er hätte die Räume zu sehr aufgeheizt und eine Klimatisierung erforderlich gemacht. Der Sockel des Gebäudes besteht aus Sichtbeton.

Die Kosten für den Neubau werden mit 6,86 Mio. Euro beziffert; darin enthalten ist das Datacenter mit 1,04 Mio. Euro. Einnahmen werden durch die Vermietung von 480 qm Büroflächen in den oberen Stockwerken erwartet. Zugestimmt hat der Ausschuss einer Mischfinanzierung über einen KfW-Kredit in Höhe von 1,5 Mio. Euro sowie langfristige Bankkredite. Denn die KfW fördert nur Stadtwerke-eigene, nicht vermietete Bereiche und auch nicht das Datacenter.

Nach der Sommerpause werden die Arbeiten vergeben. Erst dann wird auch Sicherheit über die Kostenberechnung bestehen, sagte Stadtwerke-Chef Peter Friedrich. Der Baubeginn ist für 2018 geplant, Einzug wäre dann ein Jahr später.

Mit ihrem Neubau an der Maybach-/Benzstraße in Unteraichen werden die Stadtwerke nicht nur über moderne Arbeitsplätze verfügen. Das inklusive Keller fünfgeschossige Bürogebäude wird durch die Synergie innovativer Technologien und eine energetisch gestaltete Gebäudehülle zugleich ein okölogisch wie ökonomisch beispielhaftes Bauvorhaben in der Stadt werden.

Genutzt werden für die Wärmeversorgung ausschließlich erneuerbare Energiequellen und die Abwärme des Datacenters. Auf dem Gebäudedach wird eine Photovoltaikanlage angebracht, die restliche Dachfläche wird begrünt.