Pfeil nach unten

DSM bekommt neues Gemälde gespendet

Das Deutsche Spielkartenmuseum (DSM) kann sich über ein neues Gemälde freuen. „Selbstbildnis einer unfeinen Gesellschaft“ lautet der Titel. Rathard Sick, Vorsitzender des Fördervereins Deutsches Spielkartenmuseum, überreichte es an Oberbürgermeister Roland Klenk und Museumsleiterin Dr. Annette Köger als Spende für die Stadt im Leinfelder Rathaus.

Drei Personen halten ein Gemälde hoch.

Geschaffen hat das 70 auf 100 cm große Gemälde (Acryl auf Leinwand) der bayerische Künstler Dieter Barth aus Berchtesgaden im Jahre 1996, der bereits 1983 das Kartenspiel „Gebetbuch des Teufels“ entwarf und das sich in den Beständen des DSM befindet. Bei seinem Gemälde, an dem er ein Vierteljahr gearbeitet hat, handelt es sich um ein Werk voller Ironie und satirischer Anspielungen auf die Wirrungen und Abgründe, die eine Gesellschaft in sich trägt.

Der Künstler selbst sitzt (in goldenem Flies) im Mittelpunkt eines großen Wirtshauses und beobachtet das Geschehen, neben ihm die Frühjahrsgöttin Flora, aus deren Frühlingskrone Blätter zu Boden fallen. Um ihn herum tut sich allerhand: Da sitzt links eine feine salonfähige Gesellschaft, über deren Köpfe ein Damoklesschwert schwebt; weiter hinten wird ausgelassen gefeiert, während bei der Gruppe zu seiner rechten bereits alle Schranken fallen. Ganz vorne wiederum sieht man eine Kartenspielszene: Hier zockt eine illustre Runde aus Kirche, Industrie und Militär an einem Marmortisch, an dem u. a. Orden eingesetzt werden.

Gemälde

Ein spannendes Gemälde, bei dem es noch viel mehr zu entdecken gibt. „Da stecken so viele Details drin“, sagt Rathard Sick, der „viel Freude beim Betrachten dieses bissigen Humors“ wünscht. Näher ansehen können wird man sich das Bild in diesem Herbst im Rahmen einer Schau im Stadtmuseum. Seinen festen Platz im DSM hat es bis dahin sicherlich auch bekommen. OB Klenk und Dr. Köger dankten Herrn Sick und dem Förderverein für das langjährige Engagement und speziell auch für dieses Gemälde, das Interesse wecken soll für die unzähligen geschichtsträchtigen und vielfach einzigartigen Sammlungen des Deutschen Spielkartenmuseums.